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Noser Ruedi · Ständerat · 2017-03-01

Noser Ruedi · Ständerat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion · 2017-03-01

Wortprotokoll

Wenn es so wäre, wie es Frau Fetz dargestellt hat, dann müsste man ja vermutlich auf die Streichung verzichten. Aber hier geht es um Freisetzung für Forschungszwecke, und da müssen wir einfach einmal festhalten, dass es ganz strenge Regeln gibt. Ich nehme an, wir haben hier in der Schweiz die strengsten Regeln weltweit. Es sind ja nicht Freisetzungen im Freien, sondern das muss relativ gut hermetisch abgeschlossen sein. Deshalb ist hier die Frage zu beantworten, warum hier strengere Regeln als sonst im Stall gelten. Die Frau Bundesrätin hat es gesagt: Wir erfüllen hier an und für sich ohne Weiteres die Lebensmittel- und die landwirtschaftlichen Regeln.

Was steht auf der Gegenseite? Auf der Gegenseite kann die Schweiz bei internationalen Forschungsprogrammen mitmachen. Dessen müssen wir uns halt schon bewusst sein: Je mehr wir uns hier isolieren, desto weniger können wir dann auch feststellen, was international geht. Wir hätten schon heute Mühe, einen Überblick zu haben über das, was in China in Sachen grüne Gentechnik läuft. Wenn man da keine Kooperationen hat und die Universitäten nicht zusammenarbeiten können, weil wir einfach Regeln machen, die international nicht funktionieren, dann werden wir einfach unwissend - mehr wird nicht passieren. Unwissende werden die sein, die vermutlich die grössten Schäden davontragen werden.

Darum bitte ich Sie im Sinne der Forschung, diese kleine Liberalisierung zuzulassen. Es hat im Endeffekt nichts mit der menschlichen Resistenz zu tun, weil diese in diesen Freisetzungsversuchen geschützt ist.