Noser Ruedi · Ständerat · 2017-03-01
Noser Ruedi · Ständerat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion · 2017-03-01
Wortprotokoll
Kollege Berberat hat ja gesagt, dass die Abstimmung in der Kommission sehr knapp ausging. Sie können die Problematik aus meiner Sicht auf zwei Arten anschauen. Das eine ist, Sie können zurückschauen und schauen, wie das Tempo war. Da könnte man mit Herrn Berberat zum Schluss kommen, ob vier oder acht Jahre, das mache den Braten nicht so feiss. Denn diese transgenen Pflanzen haben eine sehr lange Entwicklungszeit. Das haben Sie gesagt. Es geht relativ lange, bis so etwas auf dem Markt ist.
Man kann aber auch von jetzt an in die Zukunft schauen. Wenn Sie die Wissenschaft fragen, welche Technologien uns in den nächsten paar Jahren am meisten beeinflussen werden, dann werden Sie jetzt enttäuscht sein, von mir zu hören, dass es nicht die Digitalisierung ist. Es ist die Gentechnologie. Das ist eine rasante Entwicklung, die auf uns zukommt, eine sehr rasante Entwicklung. Ich gehe davon aus, dass Teilnehmer bei" Schweizer Jugend forscht" - also Gymnasiasten - bereits in fünf bis sechs Jahren mit gentechnisch manipulierten Dingen ihren Wettbewerb bestreiten werden. Denn diese Technologie wird sehr, sehr günstig. Es kommt sehr schnell sehr viel auf uns zu.
Wer hier meint, man könne acht Jahre aussitzen und das einfach laufenlassen, der ist meiner Ansicht nach eben zu fest in der Vergangenheit verankert. Darum bitte ich Sie, hier dem Bundesrat mit seinen vier Jahren zu folgen. Vier Jahre sind eine lange Zeit. Acht Jahre sind eine sehr lange Zeit. Dieses Ding hier, das i-Phone, ist zehn Jahre alt. Zehn Jahre alt! Acht Jahre sind eine sehr lange Zeit in diesen technologischen Entwicklungen. Der Bundesrat schlägt vier Jahre vor. Vier Jahre sind der richtige Zeitraum, um danach das Ganze wieder anzuschauen und auch unsere nächsten Schlüsse zu ziehen.