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Bäumle Martin · Nationalrat · 2017-03-02

Bäumle Martin · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion · 2017-03-02

Wortprotokoll

Wir müssen zwei Dinge auseinanderhalten: Das Waldsterben war vorhanden. Wie man vor allem in Osteuropa gesehen hat, waren es vor allem die Schwefeldioxidemissionen, die sich dort sehr schädlich auf die Wälder ausgewirkt haben; dann gab es ein Waldsterben. Bei uns hatten wir Waldschäden, die ebenfalls stark durch diese Emissionen mitverursacht wurden. Zum Glück haben wir dann Massnahmen ergriffen, damit wir eben deutlich weniger Emissionen haben, um das zu bremsen.

Was ich Ihnen aber zugestehe, das habe ich schon damals gesagt: Man darf nicht dramatisieren. Es wurde damals stark dramatisiert. Ich dramatisiere beim Klimawandel nicht. Darum sage ich nicht, wir müssen heute 80 Prozent reduzieren - das wäre nötig. Ich sage, wir müssen in diese Richtung gehen, in der Schweiz insgesamt um 50 Prozent reduzieren und dann weltweit handeln und dann die Inland- und Auslandanteile vernünftig austarieren. Das ist ein pragmatisches Vorgehen, um in die richtige Richtung zu gehen. In diesem Sinne ist es nicht Panikmache: Es sind Fakten, die wir kennen, und wir müssen handeln.

Zum Glück haben wir damals beim Waldsterben die richtigen Massnahmen getroffen. Das hat dem Wald geholfen. Er ist heute nicht gesund, aber es geht ihm deutlich besser. Es ging dem Wald hier zum Glück nie so schlecht wie dem Wald in Osteuropa, weil unsere Emissionen rasch reduziert wurden und zum Glück nie so hoch waren.