Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · 2017-03-16
Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2017-03-16
Wortprotokoll
Frau Nationalrätin Graf, Sie wissen, dass wir im Dauerkontakt mit den Branchenorganisationen sind. Sie wissen auch, dass wir dauerhaft versuchen, so mitzusteuern, dass der Milchmarkt eben bestmöglich funktioniert. Der Bundesrat ist sich also bewusst, dass die Landwirte durch die tiefen Milchpreise unter einem starken wirtschaftlichen Druck stehen, und das nicht erst heute. Der Bundesrat wird deshalb in einem Bericht die Perspektiven im Milchmarkt aufzeigen, welche Landwirten die Chance bieten, markt- und wertschöpfungsorientiert zu sein und so ressourcenschonende, hervorragende Produkte herzustellen. Sie wissen, dass das nicht der erste Bericht sein wird.
Das Tierwohl ist ein wichtiger Aspekt der Nutztierhaltung und wird deshalb bei der Weiterentwicklung der Agrarpolitik mitberücksichtigt. Bei den genannten Massnahmen besteht bezüglich Tierwohl und Tierzucht kein dringender Handlungsbedarf. Insbesondere soll vermieden werden, dass einzelne Aspekte geregelt werden und damit die Administration weiter aufgebläht wird. Auch hier wissen Sie wie ich, dass intensivste Diskussionen dauerhaft stattfinden.
Das Förderprogramm graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion wird in der Beantwortung des Postulates Jans 15.4056, "Stärkung der Milchproduktion aus betriebseigenem Grundfutter", überprüft. Damit sind wir in einem Projekt mitten an der Arbeit; wir kommen mit der Antwort auf das Postulat Jans.
Mit dieser Ansage bitte ich, das neuerliche Postulat jetzt nicht anzunehmen. Wir sind der Ansicht, dass wir Ihre Anliegen abdecken.