Leuthard Doris · Bundesrat · 2017-05-30
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2017-05-30
Wortprotokoll
Wir sprechen von verschiedenen Problemen. Die Aufhebung der Durchschnittspreismethode ist etwas anderes als die Frage, welche Kunden mehr Schweizer Wasserkraft wollen. Die meisten Anbieter haben solche Produkte in ihrem Angebot - das soll auch so sein -, aber der Haushalt kann nur das wählen, was sein Anbieter im Portfolio hat. Wir wissen, viele wählen halt dann trotzdem das günstigere Angebot. Deshalb ist das auch ein Teil des Problems. Ihre Partei wehrt sich im Moment auch gegen eine Marktöffnung, weil Sie nicht wollen, dass auch der Privatkunde, wie die Grossunternehmen, den Anbieter frei wählen kann. Das ist eben auch ein Teil des Problems: Wir haben nur eine Teilmarktöffnung. Diese Fragen muss man zuerst klären.
Ich habe gar nichts dagegen, wenn man weiterhin erneuerbare Energien gut positioniert. Es gibt mit Sicherheit viele Kundinnen und Kunden, die das wollen und die dafür auch einen besseren Preis bezahlen würden. Aber überlassen Sie dies doch dem Kunden, und erzwingen Sie hier nicht, dass er die ganzen Lasten bezahlen muss und dass er effektiv zu seinem Glück gezwungen wird! Die Menschen in der Schweiz sind gut informiert und entscheiden doch eigenständig.