Leuthard Doris · Bundesrat · 2017-06-13
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2017-06-13
Wortprotokoll
Frau Nationalrätin Gmür hat schon einen wichtigen Punkt aufgenommen, weil es natürlich so ist, dass mit dem Fahrplanwechsel vom letzten Dezember die Zahl der Direktverbindungen von Luzern in das Tessin reduziert worden ist; das ist eine Tatsache. Es betrifft nicht die tägliche Direktverbindung Basel-Luzern-Mailand, es betrifft auch nicht die Fernverkehrsanschlüsse der Innerschweiz. Die Situation im Fernverkehr ist so, dass eben Flüelen der Fernverkehrsstandort ist und nicht die Stadt Luzern. Das ist historisch so gewachsen. Das ist eben genau etwas, was wegen des Tourismus früher stimmte, heute aber nicht mehr stimmt. Das ist es, was wir ändern müssen.
Die Hauptfolge der Reduktion ist, dass die Interregio-Züge nur noch nach Erstfeld und nicht mehr nach Locarno fahren. Das heisst also, dass man umsteigen muss. Es ist auch nicht so schlimm, wenn man einmal umsteigen muss. Ich habe Herrn Ständerat Müller schon gesagt, bei Ihnen könne man auf dem gleichen Perron umsteigen, von einem Gleis zum andern. Das ist nicht für alle angenehm, das gebe ich zu. Wir haben deshalb im Anschluss an die Diskussion im Ständerat die SBB zu einem Gespräch eingeladen. Die Anpassung, damit man morgens nicht erst um 10 Uhr, sondern schon um 8 Uhr eine Direktverbindung hat - das war der Wunsch -, ist jetzt im Gange. Das geht dann wahrscheinlich auf Kosten einer Güterverkehrsverbindung. Aber das ist jetzt bei den SBB in Prüfung. Ich glaube, dass man das dann auch nochmals verbessern kann.
Der andere wichtige Punkt ist effektiv, dass sich die Planungsregion Zentralschweiz jetzt mal überlegen muss, welches die Fernverkehrshalteorte der Zukunft sein sollen.