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Rechsteiner Paul · Ständerat · 2017-06-15

Rechsteiner Paul · Ständerat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion · 2017-06-15

Wortprotokoll

Es wundert Sie ja nicht, dass ich die Ausführungen von Kollegin Keller-Sutter auch noch mit ein paar Worten ergänze, wobei ich mich ihren Ausführungen anschliesse und auch das nicht wiederholen werde, was sie jetzt gerade gesagt hat. Es geht aber um eine Entwicklung in einem sensiblen Bereich. Was die unmittelbaren Antworten betrifft, namentlich auch bezogen auf die Region Wil und die Region Fürstenland, so sind Schritte gemacht worden. Auch was den bevorstehenden Angebotsausbau mit dem zusätzlichen schnellen Zug betrifft, so ist das alles positiv.

Für die Zukunft - wir sind hier in einem laufenden Prozess, das ist ja nicht der Endpunkt, sondern eine Interpellation zwischendurch - ist es aber wichtig, dass man Folgendes sieht: Die Strecke Winterthur-St. Gallen ist jetzt einfach eine unterbelichtete Strecke bezüglich Kapazität und vor allem auch bezüglich Geschwindigkeit. Mein Sitznachbar, Kollege Français, hat darauf hingewiesen, dass die Geschwindigkeiten auf dieser Strecke weit unterdurchschnittlich sind, also noch in einem Stadium sind, das eigentlich der Frühzeit des Eisenbahnbaus entspricht. Hier müsste es Möglichkeiten geben, namentlich wenn man auch die Effekte der auf 2021 aufgewerteten internationalen Verbindungen Richtung München, wo es ein grosses Potenzial gibt, nutzen will. Es kann ja nicht sein, dass diese Geschwindigkeit, die vor allem auf dem deutschen Netz geschaffen wird, dann am Schluss nicht auch entsprechend auf dem Schweizer Teil verwertet wird und man diese Perspektive der internationalen Verbindung nicht erreicht. Die Kapazitätsprobleme sind hier auch eine Frage, die angegangen werden muss. Es geht hier nicht um Milliardeninvestitionen, um auf die Antwort auf die letzte Intervention zurückzukommen.

Bezüglich des nächsten Ausbauschrittes werden wir Zeit haben, uns auszutauschen. Der Brüttener Tunnel ist grundsätzlich wie schon in früheren Planungen gesetzt, man muss aber auch in zeitlicher Hinsicht sehen, wann er überhaupt kommen würde. Das ist in über zwanzig Jahren der Fall, irgendwann; das ist eine Milliardengeschichte. Die Investitionen aber für die Lösung der Konflikte bei der Trassierung unter dem Stichwort "Kapazität östlich von Winterthur" und namentlich für gewisse Verbesserungen bei der Geschwindigkeit würden sehr viel weniger kosten. Damit wären keine Kosten verbunden, wie sie bei einem Tunnelbau entstehen.

Auch wenn die Überlegungen bezüglich der kürzeren Frist in der Antwort auf die Interpellation so nachvollziehbar sind, lade ich Sie in diesem Sinne ein, für die nächsten Schritte doch diese Punkte im Auge zu behalten.