Janiak Claude · Ständerat · 2017-09-13
Janiak Claude · Ständerat · Basel-Landschaft · Sozialdemokratische Fraktion · 2017-09-13
Wortprotokoll
Ich muss Ihnen gestehen, dass ich mich mit diesem Geschäft ausserordentlich schwertue; Sie haben auch gesehen, dass ich nicht bei der Minderheit aufgeführt bin.
Die SBB haben ja schon in der Kommission ausführlich dargelegt, dass sie sich um Nachfolgelösungen bemühen, auch mit diesen Agenturen. Es ist also nicht so, dass das nicht infrage kommt wie bei der Post. Ich habe mich gestern noch einmal über den neuesten Stand informiert, und da habe ich einfach zur Kenntnis genommen, dass es nicht so ist, dass man keine Bemühungen unternimmt. Für mich ist es ein bisschen ähnlich wie bei der Post-Debatte: Die Kunden ändern ihr Verhalten schneller, als wir das hier drinnen glauben. Das ist doch die Realität! Das trifft im Übrigen auch auf die älteren Menschen zu. Ich kann mich erinnern, dass man noch vor ein paar Jahren den älteren Menschen nicht zugetraut hat, dass sie mit einem Handy umgehen können. Gehen Sie einmal am Morgen auf den Bahnhof: Dann können Sie sehen, wie sie alle, mit ihren roten Wandersocken ausgerüstet, ihr Handy am Ohr haben und sich ganz ähnlich wie die Jugendlichen verhalten. Es ist also nicht so, dass alle einfach rückständig bleiben.
Es geht also um Übergangslösungen, und letztlich geht es hier doch um die Frage, ob man den Bemühungen der SBB Glauben schenkt oder nicht - darum geht es! Hier ein Moratorium zu verlangen heisst für mich, dass man den SBB nicht glaubt, dass sie sich darum bemühen, mit diesen Agenturen Lösungen zu finden. Ich persönlich sehe bis jetzt keinen Grund, weshalb ich den SBB dieses Vertrauen nicht schenken sollte. Noch einmal, ich habe mir gestern alle einzelnen Informationen eingeholt und gesehen, wo überall Verhandlungen stattfinden und wo man schon Lösungen getroffen hat. Ich muss Ihnen also sagen, dass ich mit diesem Moratorium Mühe habe.