Cassis Ignazio · Bundesrat · 2017-12-04
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2017-12-04
Wortprotokoll
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat am 8. September 2017 das Programme for Humanitarian Impact Investment lanciert. Die Schweiz will mit diesem innovativen Pilotprogramm das IKRK dabei unterstützen, mehr Menschen mit körperlichen Behinderungen - insbesondere als Folge von bewaffneten Konflikten - zu helfen. Mit dem Programm plant das IKRK den Bau von drei neuen Zentren in Nigeria, Mali und in der Demokratischen Republik Kongo. Im Programm arbeiten humanitäre Organisationen, staatliche Institutionen und Privatunternehmen zusammen. Das IKRK selbst setzt dabei das Projekt für die Rehabilitationszentren um. Es nimmt Startkapital vom Privatsektor auf und verpflichtet sich, am Ende der Laufzeit des Programms diesen sogenannten sozialen Investoren eine Rückzahlung zu leisten. Die Rückzahlung an private Anleger ist abhängig vom Grad der Zielerreichung und kann maximal 7 Prozent Zins pro Jahr ausmachen, es kann auch ein Verlust von bis zu 40 Prozent des investierten Kapitals resultieren. Staaten als sogenannte Outcome Funders entschädigen dagegen direkt das IKRK nach seinen effektiv erzielten Resultaten. Die Höhe der Auszahlungen der Outcome Funders misst sich direkt und einzig an den Resultaten des Programms. Die Schweiz hat dafür 10 Millionen Franken eingestellt. Neben der Schweiz und Belgien beteiligen sich Grossbritannien, Italien und die spanische La Caixa Banking Foundation. Mit solchen neuartigen Finanzinstrumenten, welche den Privatsektor einbeziehen, kann idealerweise mehr Menschen geholfen werden. Die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Privatsektor ist auch Teil der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017-2020.