Stamm Luzi · Nationalrat · 2017-12-05
Stamm Luzi · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2017-12-05
Wortprotokoll
Dass jeder Ausländer die Hand aufheben und sagen kann, er wolle in der Schweiz arbeiten, und dann eine dauernde Aufenthaltsbewilligung bekommt, ist etwas, was mich ohnehin ärgert. Die ausländischen Arbeitskräfte sind ein Problem für sich.
Bei Ihrer Frage geht es aber um die ausländische Bevölkerung, die in der Landwirtschaft arbeitet.
Sie müssen doch vorschreiben, dass ein bestimmter Prozentsatz des Fleisches, ein Prozentsatz des Getreides usw. aus der Schweiz stammt! Wenn Sie sagen, dass wir alles freigeben, haben Sie ja niemanden mehr, der Viehzucht in der Schweiz betreibt. Die Preise der ausländischen Produkte sind derart ruinös tief, dass die Betriebe nie überleben können.
Was ich jetzt gerade über das Fleisch gesagt habe, gilt für alle Branchen der Landwirtschaft. Damit Sie die 53 000 Betriebe, oder wie viele es heute auch sind, überhaupt halten können, braucht es Importbeschränkungen bei Landwirtschaftsgütern. Andernfalls stellt sich in ein paar Jahren die Frage gar nicht mehr, ob wir Schweizer oder Ausländer brauchen. Wenn wir im geplanten Tempo von den 53 000 Betrieben weiter hinuntergehen, fragen wir uns in zwanzig Jahren, was wir mit den verbleibenden 10 000 machen sollen. Da bin ich dagegen.
[VS]