Hadorn Philipp · Nationalrat · 2017-12-07
Hadorn Philipp · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2017-12-07
Wortprotokoll
Gerne lege ich kurz die Begründung meiner zwei Minderheitsanträge dar. Beim einen geht es um die Position 306.A231.0119, "Unterstützung kultureller Organisationen". Zugegebenermassen, dieser Minderheit geht es um wenig Geld, sehr wenig Geld. Die Differenz liegt gerade einmal bei 59 000 Franken. Aber Hand aufs Herz: Wir sprechen von einer gesamthaften Kulturförderung des Bundes von rund 225 Millionen Franken pro Jahr. Diese Differenz entspricht nicht einmal 0,3 Prozent des Gesamtaufwandes. Die aufgeführte Position beträgt lediglich 3 136 700 Franken, wie es am Montag der Nationalrat noch wollte. Jetzt eine kleine Korrektur vorzunehmen, welche schlussendlich die Beiträge an Partnerorganisationen betrifft, welche mit einer grossen Anzahl Freiwilliger ein schlichtweg hervorragendes Angebot in unserer facettenreichen Schweiz mit auf die Beine stellen, erachte ich als kleinlich, demotivierend und auch ein wenig peinlich.
Folgen Sie dem Antrag meiner Minderheit, und bestätigen Sie nochmals als kleines Zeichen des Dankes und der Wertschätzung diesen leicht höheren Betrag, wie Sie es am Montag beschlossen haben. Für eine kleine Organisation kann ein solcher Betrag entscheidend dafür sein, ob ein Anlass durchgeführt werden kann oder nicht. Besten Dank.
Mein zweiter Minderheitsantrag betrifft die Position 701.A231.0183, "Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung". Die Kürzung betrifft hier drei Eckpfeiler unseres vielfach gepriesenen dualen Bildungssystems. In der Romandie, in der Deutschschweiz und im Tessin gibt es Bildungsstätten, die insbesondere Berufsausbildnerinnen und Berufsausbildner ausbilden. Selbst Bundesrat Johann Schneider-Ammann legte dar, dass diese Institutionen gerade für die höhere Berufsbildung eine entscheidende Bedeutung hätten. Zu Recht hat die Bildung an den eidgenössischen Hochschulen einen wichtigen Stellenwert in unserem Land. Die höhere Berufsbildung, unbestreitbar ebenfalls sehr wichtig, kostet dagegen im Vergleich einen Klacks. Jetzt hier von den 37 036 000 Franken über eine halbe Million wegzuschneiden ist schlichtweg kleinlich und am falschen Ort gespart. Es hindert ein erfolgreiches Engagement, das sich mit einem bemerkenswerten Return on Investment, nämlich mit guten Fachleuten, ganz besonders auszahlt.
Folgen Sie meiner Minderheit, und unterstützen Sie die Zukunft unserer jungen Berufsleute, auch als kleinen Beitrag gegen den Fachkräftemangel!