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Bäumle Martin · Nationalrat · 2017-12-15

Bäumle Martin · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion · 2017-12-15

Wortprotokoll

Nach diesem Votum muss ich doch noch einmal das Wort ergreifen. Die Unterstellungen, dass die Zahlen, die ich präsentiert habe, falsch seien, weise ich in aller Form zurück. Ich finde es ungerechtfertigt, wenn Herr Amstutz seinerseits mit Zahlen aufwartet, die nichts mit der Realität zu tun haben. Wenn jemand eine Mücke zum Elefanten macht, dann ist es der Initiant.

Ich weiss, dass die Kommissionsmehrheit heute hier drin keine Mehrheit findet. Ich stelle aber die Prognose, dass wir in zwei Jahren wieder hier stehen und die Initiative abschreiben werden, weil es keinen Ansatz gibt, der vernünftig ist.

Wer für die historischen Schiessen ist, müsste sich jetzt umso mehr dafür einsetzen, dass die Teilnehmer ab 2020 nicht mehr in den Boden schiessen, sondern Big-Bags einsetzen, die bezahlbar sind. Wenn sie weiterhin schiessen, werden die Sanierungspflicht, die heute eben nicht besteht, und die Kosten, die Herr Amstutz angetönt hat, möglicherweise gar nie anfallen, weil im Grundsatz keine Sanierungspflicht besteht. Wird aber über 2020 hinaus weitergeschossen, kann irgendwann eine Sanierungspflicht entstehen, und dann entstehen Kosten. Das heisst, es ist nicht nur ein Schuss ins eigene Bein, es ist schon fast ein Schuss in den eigenen Kopf, wenn Sie heute meinen, dass Sie mit der Aufrechterhaltung dieser parlamentarischen Initiative das Problem der Schützen lösen.

Folgen Sie der Mehrheit der Kommission! Überlassen Sie es den Kantonen, diesen Schritt zu machen bei diesen acht historischen Schiessen, (Zwischenruf: Zwölf!) also gut, bei diesen rund zwölf Schiessen, die noch nicht die Big-Bag-Lösung haben, und eine Sanierungspflicht zu verhindern, damit diese Schiessen eben weiter stattfinden können und das Umweltproblem entschärft wird.

Das sind die Fakten, und alles andere ist wirklich nur Schaumschlägerei - sorry!