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Wasserfallen Kurt · Nationalrat · 2002-06-19

Wasserfallen Kurt · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-06-19

Wortprotokoll

Ich kann mich den Rednern anschliessen, welche für diese Reserve sind. Herr Schlüer, das ist keine Fiktion, sondern das ist eine Tatsache, und das können wir ohne weiteres tun. Herr Schlüer war schon bei der Durchdiener-Diskussion dagegen, er will keine Aufspaltung in aktive Armee und Reserve. Dabei haben wir schon heute eine Reserve, sie besteht nämlich aus denjenigen, die keine Wiederholungskurse mehr leisten. Das wurde auch schon gesagt. Nur haben dann die Kompaniekommandanten so genannte "Karteileichen" zu verwalten - das gibt viel mehr Arbeit. Da sagen wir lieber, was es ist. Wir machen eine Reserve, und wir stellen sie bereit, um die Durchhaltefähigkeit zu erhöhen.

Es wurde auch schon gesagt: Die Armee würde erheblich teurer, wenn man wie Sie, Herr Schlüer, an einer aktiven Armee von 220 000 Mann - und Frau - festhalten würde. Wie Sie das bezahlen, sagen Sie nicht. Sie wollen uns nicht mitteilen, welche Gelder Sie zur Verfügung stellen wollen und wo Sie abbauen wollen, wenn wir schon eine Schuldenbremse haben. Ich weiss, es ist für die Armee ein hartes Stück - auch die Verkleinerung. Aber sie muss aus verschiedenen Gründen sein, wir haben das ausführlich miteinander diskutiert. Ich bin auch der Ansicht, dass die Reserve gut ausgerüstet sein muss; aber die Reservisten haben, wie in anderen Armeen auch, das ältere Material als jene, die in der aktiven Armee eingeteilt sind. In diesem Sinne ist das halt auch ein bisschen ein Kompromiss, aber wir sollten ihn eingehen, auch aus Finanzgründen.

Was die Ausbildung anbelangt, Herr Schlüer: Wir können diese Leute in Krisenzeiten ausbilden, auch nachträglich, denn die Ältesten, die aus der aktiven Armee ausgeschieden sind, sind höchstens seit vier Jahren weg, und die haben auch nicht alles vergessen.