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Luginbühl Werner · Ständerat · 2018-06-06

Luginbühl Werner · Ständerat · Bern · Fraktion BD · 2018-06-06

Wortprotokoll

Im Grundsatz würde ich es begrüssen, wenn gelegentlich wieder World Skills in der Schweiz stattfinden würden. Persönlich bin ich aber der Meinung, dass Swiss Skills, was die Breitenwirkung betrifft, für die Berufsbildung in unserem Land letztendlich wichtiger sind. World Skills finden in jedem Fall statt, entweder in der Schweiz oder anderswo.

Swiss Skills wurden ja erstmals 2014 zum Anlass von zehn Jahre Berufsbildungsgesetz zentral in Bern durchgeführt. Das war ein grosser Anlass, der von der öffentlichen Hand ganz massgeblich unterstützt wurde. Aber es mussten auch Sponsorengelder privat beschafft werden.

Jetzt stehen wir kurz vor den Swiss Skills Nr. 2 von 2018. Dort werden sich 135 Berufe präsentieren, das bedeutet 1100 Teilnehmende, 500 Experten, 250 Volunteers. Heute, rund hundert Tage vorher, wissen wir, dass 53[NB]000 Jugendliche angemeldet sind, die diese Swiss Skills besuchen werden. Insgesamt werden 150[NB]000 Besucher erwartet. Das Budget der Veranstaltung beträgt 16,5 Millionen Franken, zusätzlich leisten die Berufsverbände 20 bis 25 Millionen Franken. Also ist es auf der einen Seite ein sehr teurer Anlass, auf der anderen Seite ist es aber ein Anlass, der für das Berufsbildungswesen in der Schweiz - und wir müssen ja immer wieder auch zeigen, dass die Berufsbildung ein möglicher Karriereweg ist! - ein sehr wichtiges und wertvolles Engagement ist.

Was will ich damit sagen? Im besten Fall können wir uns beides leisten, Swiss Skills in den nächsten Jahren und Jahrzehnten regelmässig, im Zwei- oder Vierjahresrhythmus durchzuführen, und vielleicht auch einmal World Skills. Wenn wir aber entscheiden müssen, dann wären mir - ich sage das als jemand, der in einer Unternehmung arbeitet, die sich 2014 ganz massgeblich engagiert hat und sich auch 2018 ganz massgeblich engagieren wird - und der Schweizer Wirtschaft Swiss Skills nützlicher. Damit spreche ich nicht gegen den Vorstoss, wie er von der Kommission kommt. Wenn wir aber letztendlich einmal Prioritäten setzen müssen, dann müssen wir uns dessen bewusst sein. [PAGE 418]