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Studer Heiner · Nationalrat · 2002-06-19

Studer Heiner · Nationalrat · Aargau · Evangelische und Unabhängige Fraktion · 2002-06-19

Wortprotokoll

Es ist eine wunderbare Stunde heute Nachmittag: Zustimmung von allen Seiten, und ich habe beinahe den Eindruck, wir hätten den Bundesfeiertag vorgezogen. Es hätte nur noch gefehlt, dass wir schon zum Voraus miteinander die Nationalhymne angestimmt hätten, um auch schon sicherzustellen, dass wenigstens wir Mitglieder des Nationalrates sie können, wenn dann der Anpfiff bei der Europameisterschaft 2008 auch wirklich bei uns erfolgt.

Ich bin glücklich, dass unsere Fraktion einhellig für diese Vorlage ist. Sie sehen damit, dass auch wir dazu beitragen, dass hier nicht einfach einer Vorlage mit einer knappen Mehrheit zum Durchbruch verholfen wird, sondern dass wir gegenüber dem Ausland bezeugen: Wir stehen zusammen, wenn es um eine zentrale Frage unseres Staatswesens geht. Fussball ist eine zentrale Frage unseres Staatswesens.

Was mich noch besonders gefreut hat, ist, dass so viele Frauen als Rednerinnen an diesem Pult waren. Vor 20 Jahren wäre das nicht der Fall gewesen. Dann wäre eher der kritische Einwand gekommen, warum man die Priorität beim so typischen Männersport setzen wolle. Aber da ich aus meiner eigenen Familie bezeugen kann, dass meine Frau mehr von den Spielregeln des Fussballs versteht als ich, sie die Spiele intensiv anschaut und ich beim Betrachten mit den Nachbarn diskutiere, weil das auch spannend ist, ist der Beweis erbracht: Der Fussball wurde zu einem Volkssport für Frauen, Männer und Jugendliche. Er hat etwas so wesentlich Verbindendes, dass es eine einzige Antwort gibt: Wir stimmen dieser Vorlage zu.