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Ettlin Erich · Ständerat · 2018-09-12

Ettlin Erich · Ständerat · Obwalden · CVP-Fraktion · 2018-09-12

Wortprotokoll

Wenn von der Zentralschweiz die Rede ist, dann muss ich mich als Obwaldner Standesvertreter melden, denn Obwalden ist die Zentralschweiz der Zentralschweiz. Bei uns liegt der Mittelpunkt der Schweiz - zentralschweizerischer geht es ja gar nicht. Ich muss an die Voten anknüpfen, die vorhin gehalten wurden. Die Probleme in Luzern verstärken sich in Ob- und Nidwalden, weil wir den Weg über den Bahnhof Luzern machen müssen. Alle Themen, die Luzern betreffen, betreffen uns quasi doppelt. Unsere Pendler- und Reiseströme laufen zwingend über den Bahnhof Luzern. Der Brünig und der Weg nach Bern sind keine Alternativen, vor allem nicht für die Pendlerströme, für die Leute, die bei uns Arbeit suchen. Ein Umsteigen in Luzern ist also zwingend, und jedes weitere Umsteigen verlängert und erschwert natürlich die Reisen und die Anreisen. Wir haben also eine doppelte Verschlechterung: Wir haben Anschlüsse in Luzern, die nachteiliger sind, und durch die Anschlüsse, die man verschlechtert, haben wir noch zusätzliche Umsteigevorgänge und Verspätungen.

Ich muss auch darauf hinweisen, dass unsere innovativen Unternehmen in einer peripheren Region, wie es Obwalden für viele talentierte Arbeitnehmer ist, schon den Nachteil haben, Leute dazu bewegen zu müssen, Obwalden als Wohnsitz und Arbeitsort zu nehmen. Wenn wir dann noch schlechtere Verbindungen haben - das höre ich auch von den Unternehmen -, erschwert dies für die Familie, für den Mann, für die Frau die Entscheidung, nach Obwalden zu ziehen. Sie sagen: Da muss ich ja zwei-, dreimal umsteigen, bis ich nur schon am Flughafen Zürich oder in Zürich bin.

In diesem Sinne appelliere ich an den Bundesrat zu tun, was in seiner Macht steht - das ist ja nicht wenig -, und bezüglich der Zentralschweiz sensibler zu sein und ihre Sorgen, unsere Sorgen, ernst zu nehmen.