Siegenthaler Heinz · Nationalrat · 2018-09-24
Siegenthaler Heinz · Nationalrat · Bern · Fraktion BD · 2018-09-24
Wortprotokoll
Die BDP-Fraktion nimmt in Block 1 wie folgt Stellung: Bei der Pflicht zur Durchführung der Lohngleichheitsanalyse entsprechend der Grösse der Unternehmung können wir uns dem Ständerat anschliessen. Wir finden das einen guten und echten Kompromiss, nicht wie andere Kompromisse, die man hier drin schon geschlossen hat. Wie mein Vorredner gesagt hat, ist bei der Zahl 100 das Verhältnis zwischen betroffenen Unternehmungen und noch erfassten Mitarbeitenden ideal. Die Zahlen kennen Sie. Wir lehnen den Antrag der Minderheit II (Reynard) ab, aber ebenso jenen der Minderheit III (Bigler), weil dann noch knapp ein Drittel aller Arbeitnehmenden erfasst würde, und das ist uns bedeutend zu wenig.
Zur Minderheit IV (Pieren): Was die Vollzeitstellen anbelangt, sind wir überzeugt, dass wir bei der Entlöhnung ja Personen - Menschen - und nicht Stellenprozente miteinander vergleichen. Also lehnen wir diesen Antrag ebenfalls ab. Wir unterstützen aber den Minderheitsantrag V (Pieren), was Lernende anbetrifft. Es wurde ausgeführt, Lernende sind ja arbeitsrechtlich anders erfasst. Wer bei Lernenden in der heutigen Zeit noch eine Lohndiskriminierung machen würde, läge völlig daneben - solche Diskriminierungen kann ich mir nicht vorstellen. Wie ich eingangs erwähnt habe, bin ich überzeugt, dass in diesem Land kein Arbeitgeber oder keine Arbeitgeberin bewusst Lohndiskriminierung macht. Daher unterstützen wir die Minderheit V (Pieren).
Zum Antrag der Minderheit Reynard zu Artikel 13a Absatz 3: Wir sind eben auch überzeugt, wer diese Lohnanalyse gemacht hat und feststellt, er hat hier kein Problem, der braucht nicht weiter Analysen um der Analysen willen zu machen und Daten für einen Datenfriedhof zu sammeln. Wir sind klar der Meinung, dass von dieser Analyse befreit wird, wer die Vorgaben erfüllt und das auch belegt. Daher lehnen wir den Antrag der Minderheit Reynard ab.