Noser Ruedi · Ständerat · 2018-09-26
Noser Ruedi · Ständerat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion · 2018-09-26
Wortprotokoll
Wir beerdigen heute die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026, und ich würde Ihnen vorschlagen, das auch in der nötigen Kürze zu tun.
Im Frühjahr 2017 beschloss der Exekutivrat von Swiss Olympic, mit dem Projekt Sion 2026 eine Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 zu lancieren. Der Bundesrat beschloss im Oktober 2017, die Kandidatur zu unterstützen, unter der Bedingung, dass sich die Standortkantone auch an der Finanzierung beteiligen. Wie wir alle wissen, hat dies das Walliservolk am 10. Juni dieses Jahres mit 54 Prozent Neinstimmen verworfen.
Damit ist die Vorlage, die uns der Bundesrat auf den Tisch gelegt hat, eigentlich gegenstandslos geworden. Nichtsdestotrotz möchte ich dem Bundesrat danken, dass er die Vorlage frühzeitig geliefert hat. Damit konnte das Walliser Stimmvolk en connaissance de cause entscheiden. Die Vorlage hat damit auch das bewirkt, was die Motion Semadeni eigentlich wollte, nämlich, dass das Volk - in diesem Fall das Walliservolk - darüber entscheiden kann.
In dem Sinne möchte ich das tun, was man an Beerdigungen auch oft tut, nämlich danken. Ich danke dem Bundesrat, dass er die Vorlage frühzeitig gebracht hat. Vom Verfahren her haben wir jetzt einfach keine andere Möglichkeit, als auf die Vorlage nicht einzutreten. Ihre Kommission hat es auch abgelehnt, aufgrund dieser Vorlage, aus Anlass des "Beerdigungsereignisses", jetzt weitere Sportdiskussionen zu führen. Wir finden das die falsche Vorlage, um das zu tun. Es ist klar, es wird eine Zukunft geben im Sport, es wird auch weitere Sportprojekte geben. Wir sind aber klar der Ansicht, dass dies nicht auf Basis dieser Vorlage geschehen soll, und bitten Sie daher, auf die Vorlage des Bundesrates nicht einzutreten und die Motion Semadeni, weil auch sie gegenstandslos geworden ist, abzulehnen.