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AB 236084

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2018-09-26

Wortprotokoll

Wir haben eine Projektskizze. Diese habe ich eigenhändig gemacht. Mit ihr bin ich zum Finanzminister gegangen und habe mit ihm darüber gesprochen, ob man so etwas in Betracht ziehen könnte, nämlich eine Vorinvestition, um später in angepassten Strukturen die Sparvorgaben erreichen zu können. Die Skizze ging dann in die Medien. Sie war so superprovisorisch, dass falsche Schlüsse daraus gezogen wurden.

Es gibt ein Prinzip, das heisst "Strategie vor Strukturen". Ich will jetzt zuerst wissen, was wir eigentlich in den kommenden fünf, zehn Jahren forschen wollen. Wir machen internationale Vergleiche. Wir versuchen uns mit den Besten zu messen. Wenn wir dann definiert haben, was wir wirklich wollen, können wir sagen, welche Strukturen wir brauchen.

Noch einmal: Posieux wurde in der ersten Skizze genannt, weil dort mit der Verlagerung von Liebefeld bereits eine Bautätigkeit aufgenommen wurde. Ich lasse es im Moment offen, welche Standorte bleiben werden - von mir aus gesehen im Prinzip all jene, die etwas für sie ganz Typisches anbieten, was andernorts nicht angeboten werden kann. Die Aprikosen im Wallis sind klar, der Wein in Changins ist auch relativ klar. Die Plantage in Reckenholz steht auch nicht zur Debatte. In Tänikon haben wir zwischenzeitlich eine Smart-Farm-Idee vorgestellt bekommen; ich war sehr beeindruckt, die haben vorwärtsgemacht, das ist gut.

All dies muss nun in den nächsten paar Wochen geklärt werden. Ich hoffe, dass man darauf zurückkommt und sagt: Es war ein Intermezzo, es kam, wie es bei der öffentlichen Hand ab und zu geschieht, durch Indiskretion zum Parteiengezänk. Das will ich so schnell wie möglich stoppen. Mir geht es nur darum, dass wir die bestmögliche Landwirtschaft haben, eine produzierende Landwirtschaft, eine Biolandwirtschaft, basierend zu einem guten Teil auf eigener Forschung. Mit anderen Worten: Die Agroscope wird es auf jeden Fall weiterhin geben.

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