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Quadranti Rosmarie · Nationalrat · 2019-03-04

Quadranti Rosmarie · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD · 2019-03-04

Wortprotokoll

Vieles ist gesagt, ich halte mich deshalb einigermassen kurz; die BDP-Fraktion wird auf den Entwurf eintreten.

Erinnern wir uns: 1990 trat aufgrund der Ereignisse beim Spiel Juventus Turin gegen Liverpool von 1985 ein Abkommen in Kraft. Bei jenem Spiel gab es gewalttätige Auseinandersetzungen, 39 Menschen starben, und über 600 Menschen wurden verletzt. Die Reaktion damals war, dass man dieses Abkommen gemacht hat. Dieses internationale Abkommen braucht es; das Problem löst man nicht alleine in der Schweiz, das muss tatsächlich gemeinsam gemacht werden. Das hat mit offenen oder geschlossenen Grenzen sehr wenig oder sogar gar nichts zu tun.

Dieses Abkommen muss weiterentwickelt werden, und wir haben hier nichts anderes als eine Weiterentwicklung des Abkommens vor uns. Es basiert auf den drei Grundpfeilern Sicherheit, Schutz und Dienstleistungen, und es hat sich der Zeit angepasst.

Ich gebe meinem Vorredner Recht: Auch mit diesem Abkommen werden wir wahrscheinlich weiterhin wüste Angelegenheiten zu sehen bekommen, vor allem auch bei Fussballspielen. Die Erneuerung dieses Abkommens nimmt aber etwas besser Rücksicht auf die Zeit, die sich gewandelt hat, die fortgeschritten ist. Das Abkommen wird nicht alle Probleme lösen. Ich glaube nach wie vor, dass vor allem auch die Clubs sehr viel stärker in die Pflicht genommen werden müssen, sie haben noch einiges zu tun. Als Zürcherin kann ich nicht verstehen, weshalb die Clubs, gerade die Zürcher Clubs, nicht deutlich mehr unternehmen.

Ich glaube aber auch, dass mit diesem Abkommen in der Schweiz keine neuen Rechtsanpassungen nötig sein werden. Eigentlich wird es, wie es auch Kollegin Seiler Graf gesagt hat, z. B. reichen, wenn die Polizeieinsätze auch für Deeskalation sorgen. Ich bin überzeugt, dass die Polizei wirklich hervorragende Arbeit leistet. Wenn Sie das nicht glauben und den Kopf schütteln, Kollege Tuena, dann gehen Sie doch einmal mit der Polizei mit, das wäre vielleicht nicht schlecht.

Wenn wir das Abkommen erweitern, erneuern, totalrevidieren und deshalb auf die Vorlage eintreten und ihr zustimmen, ist das wenigstens ein Ansatz, um diesem unsinnigen Gebaren der Hooligans etwas Einhalt zu gebieten.