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Langenberger Christiane · Ständerat · 2002-06-19

Langenberger Christiane · Ständerat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-06-19

Wortprotokoll

Wir haben hier den neuen Begriff "Sozialkompetenz" eingefügt. Ich muss für das Protokoll erwähnen, warum wir ihn eingeführt haben. Wir haben in der Kommission sehr ausführlich darüber diskutiert, wie die Thematik der Integration verstärkt eingebracht werden könnte. Wir werden auch später noch Vorschläge unterbreiten, wie es konkret geschehen könnte. Wir waren uns im Klaren, dass wir nicht einfach einen einzelnen Aspekt des zwischenmenschlichen Zusammenlebens erwähnen konnten. Wir schlagen deshalb vor, neben der primär auf das Individuum ausgerichteten Entfaltung der [PAGE 512] Persönlichkeit die auf die Einbindung in die Gesellschaft ausgerichtete Sozialkompetenz zu erwähnen.

Mit der von uns beantragten Ergänzung in Absatz 4 wollen wir die Bedeutung und die Existenzberechtigung der heutigen Diplommittelschulen unterstreichen. Vorerst ist daran zu denken, dass die GSK-Berufe neu in dieses Gesetz integriert werden und in diesem Sinne keinen Sonderzug mehr fahren werden. Diese Schulen, welche heute von den Kantonen betrieben werden, sind gerade für viele klassischerweise von Frauen gewählte Berufe von grösster Bedeutung. Sie werden auch in Zukunft nicht mit einem klassischen eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abgeschlossen, sondern mit einem Abschluss, der den Einstieg in eine berufsbezogene Ausbildung ermöglicht. Der Kommission ist es deshalb ein wichtiges Anliegen, dass diese Schulen nicht, bloss weil sie nicht in das System des BBG passen, auf die Seite geschoben werden. Auch liess sich die WBK nicht mit der Aussage zufrieden stellen, es sei den Kantonen überlassen, diese Schulen weiterzuführen. Auch wenn unser Vorschlag nicht perfekt in diese Gesetzessystematik passt, haben wir einstimmig beschlossen, diese Schulen, um ihre Existenz abzusichern, hier zu erwähnen.