preparatory:AB 243746
Grossen Jürg · Nationalrat · Bern · Grünliberale Fraktion · 2019-03-21
Wortprotokoll
Besten Dank, Herr Kollege Amstutz, für diese Frage. Zuerst möchte ich präzisieren, dass ich, wenn immer möglich, mit dem Zug nach Bern fahre: Ich bin heute mit dem Zug gekommen, ich bin gestern mit dem Zug gekommen, ich werde morgen mit dem Zug kommen. Es gibt Tage, an denen ich es mir aus terminlichen Gründen anders einrichten muss, und dann komme ich, wenn es sein muss, mit dem Elektroauto nach Bern. Das ist mit Sonnenstrom von meinem Hausdach geladen. Das kann ich Ihnen zeigen. Den Überschuss unseres Sonnenstroms - wir brauchen nur die Hälfte der Jahresproduktion - speisen wir ins Netz ein.
In der Physik des Stromnetzes ist es so, dass mein Sonnenstrom, wenn er eingespiesen worden ist, vielleicht von meinem Nachbarn verbraucht wird, obwohl er ein Stromprodukt hat, das gar keinen Strom aus erneuerbaren Quellen enthält. Wenn ich dann in Bern das Kabel einstecke, kann ich mit Verlaub behaupten, dass mein Sonnenstrom, in der Bilanz gesehen, in mein Auto fliesst, natürlich nicht physikalisch, da haben Sie schon Recht, aber in der Bilanz gesehen, und das ist für mich entscheidend.