Töngi Michael · Nationalrat · 2019-06-04
Töngi Michael · Nationalrat · Luzern · Grüne Fraktion · 2019-06-04
Wortprotokoll
Wir haben es schon gehört, der Ständerat hat verschiedene Projekte in die Liste aufgenommen, das teuerste war die neue Direktlinie Neuenburg-La Chaux-de-Fonds. Wir diskutieren jetzt noch über zwei Projekte, die unsere Kommission aufgenommen hat, das sind der Bahnhof Thun Nord und der Bahnhof Winterthur-Grüze Nord.
Die grüne Fraktion wird beiden Projekten zustimmen. Sie sind für die Entwicklung der beiden Agglomerationen richtig und wichtig. Das wurde auch nicht bestritten. Es gibt eine wichtige Entwicklung im Bereich Wohnen und Arbeiten in diesen Gebieten. Die einzige Frage ist letztlich: Nimmt man sie in den jetzigen oder in den nächsten Schritt? Bei Grüze Nord, das haben wir diskutiert, war nicht klar, ob ein Entscheid im Jahr 2027 oder 2028 - das wäre dann wahrscheinlich auch wieder in einem Wahljahr - noch genügt, wenn dieser Bahnhof mit der Inbetriebnahme des Tunnels bei Brüttisellen im Jahr 2033 oder 2034 fertig sein soll. Ob das dann genügt, wissen wir nicht. Wir meinen, dieser Bahnhof ist wichtig für die Region. Wir müssen dann bereit sein.
Bei Thun Nord gibt es ebenfalls eine grössere Entwicklung. Es ist richtig, dass sich die Region Thun auch in diesem Gebiet entwickelt. Wenn es dort eine Entwicklung geben soll, dann muss man sie in diese Richtung lenken. Was wir aber auch anerkennen - und diese Kritik wurde ja geäussert -, ist, dass das Agglomerationsprogramm in diesem Bereich noch nicht perfekt ist. Es geht einerseits um die Busverbindungen, andererseits aber auch um die Veloverbindungen in diesem Gebiet. Da muss aus unserer Sicht die Region Thun beim nächsten Agglomerationsprogramm nachbessern.