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Cassis Ignazio · Bundesrat · 2019-06-06

Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2019-06-06

Wortprotokoll

La Ginevra internazionale è uno strumento importante della nostra politica estera.

Das internationale Genf gibt uns vereinfachten Zugang zu den internationalen Organisationen und bietet unserem Land eine hervorragende Plattform zur Verbreitung unserer Werte und Botschaften. Zudem erhält die Schweiz so eine erhöhte internationale Visibilität, was uns wiederum stärkt.

Was ist aber das internationale Genf? Hier einige Zahlen: 37 internationale Organisationen - von insgesamt deren 43 in der Schweiz - mit über 20[NB]000 Angestellten; 179 Staaten haben eine ständige Vertretung im internationalen Genf, mit rund 4000 Angestellten; 400 NGO mit 2700 Angestellten; über 3300 Sitzungen jährlich mit über 220[NB]000 Delegierten; Besuche von 4400 Staatschefs, Ministern und hohen Funktionsträgern; 11,3 Prozent des Bruttoinlandproduktes des Kantons Genf, was 1 Prozent des Schweizer BIP entspricht; rund 30[NB]000 indirekte Arbeitsplätze sind mit dem internationalen Genf verbunden. Die Schweiz bezahlt knapp über 1 Prozent des Uno-Budgets; gleichzeitig werden etwa 4 Prozent des gesamten Uno-Budgets in der Schweiz ausgegeben.

Der Bundesrat will die Rolle der Schweiz als Gaststaat internationaler Organisationen und als Zentrum für globale Gouvernanz festigen und nach Möglichkeit ausbauen. Die Botschaft, welche wir heute beraten, ist die Strategie des Bundesrates, um die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz als Gaststaat zu stärken. Die konkreten Immobilienprojekte sind hingegen nicht Bestandteil dieser Botschaft. Falls sich neue Immobilienprojekte konkretisieren, bekommen Sie vom Bundesrat eine entsprechende Botschaft.

Nun zur Strategie, die entlang von fünf Handlungsachsen definiert wurde:

Die erste Handlungsachse steht für die Verstärkung des Gaststaatdispositivs. Hierfür sind aus dem Zahlungsrahmen 72,9 Millionen Franken vorgesehen, also rund 70 Prozent der Mittel. Folgende Massnahmen werden in dieser Achse damit finanziert: Unterstützung von internationalen Konferenzen und Friedensverhandlungen mit etwa 14 Millionen Franken; Neuansiedlung von internationalen Organisationen sowie Beiträge an das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum und an die Brigade de sécurité diplomatique der Kantonspolizei Genf mit etwa 26 Millionen Franken.

Wir kommen zur zweiten Handlungsachse. Sie betrifft den Know-how-Ausbau und die Vernetzung der Akteure. Rund 20 Prozent der Mittel, insgesamt etwa 25 Millionen Franken, sind hier vorgesehen. Zwischen 2013 und 2019 wurden 17 Plattformen geschaffen, um das Genfer Know-how zu Themen wie Internetgouvernanz, globale Gesundheit oder internationale Wasserfragen zu stärken und den Austausch unter den internationalen Akteuren zu fördern. Ein Teil davon, 4 Millionen Franken, ist für die Bearbeitung neuer Themen vorgesehen, die sich aus der technologischen Entwicklung für die internationale Gouvernanz ergeben. Die Wirksamkeit der Plattformen wird vom Bund und von den anderen Geldgebern jährlich überprüft.

Die dritte Handlungsachse betrifft die Universalisierung des internationalen Genf. Unter diesem Titel versuchen Bund und Kanton Genf, mehrere Staaten zur Eröffnung einer Vertretung in Genf zu bewegen. Denn häufig hören wir, dass eine Konferenz oder ein diplomatischer Prozess in New York stattfinden soll, weil dort alle 193 Mitgliedländer der Uno mit einer Mission vertreten sind. In Genf haben derzeit 179 Staaten eine diplomatische Niederlassung; seit 2013 haben sich sieben neue Länder angesiedelt, was auch als Erfolg der zurzeit laufenden Strategie zu sehen ist. Was bieten wir diesen Staaten an? Unter anderem Mietsubventionen und die Möglichkeit zur Doppelakkreditierung bei der Uno und beim Bundesrat. Die Subvention ist, abgesehen von den Mitteln des Büros, auf zwei Jahre befristet.

Wir kommen zur vierten Handlungsachse. Sie steht für die Förderung von Partnerschaften und ein koordiniertes Vorgehen. Hier geht es um die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Gastkantonen. Im Vordergrund stehen Genf, Waadt, Bern und Basel-Stadt. Aber das internationale Genf entwickelt sich immer mehr zur internationalen Schweiz. Dazu kommen die Kontakte mit den Nachbarländern, speziell mit Frankreich, die ein grosser Fürsprecher für das [PAGE 932] internationale Genf sind. Das Cern liegt beispielsweise mehrheitlich auf französischem Boden.

Die fünfte und letzte Handlungsachse steht für die Verbesserung der Kommunikation. Der Beitrag des internationalen Genf zur Analyse und Lösung globaler Probleme muss dargelegt und kommuniziert werden - international wie auch national. Wir wollen auch in der Schweiz zeigen, dass die schweizerische Gaststaatpolitik nicht nur Kosten verursacht, sondern für das Ansehen der Schweiz wichtig ist. Das liegt im Interesse der Schweizer Bevölkerung.

Avant de conclure, je souhaite aborder un point qui me tient à coeur. Ce point concerne les défis liés à l'apparition de nouvelles technologies, telles que notamment l'intelligence artificielle, l'édition du génome humain, le traitement de données - "big data" - ou encore la numérisation du travail, pour n'en citer que quelques-uns. Il s'agit évidemment de grandes chances, mais qui amènent aussi des risques. Comment exploiter au mieux les chances pour améliorer la vie de l'homme et réduire au maximum les risques? Pour répondre à cette question, il faut une approche intégrée entre science, diplomatie et démocratie, entre le gouvernement et les organisations privées, qui permette de se concentrer sur les bonnes questions.

Depuis une quinzaine d'années, le concept science-diplomatie s'est consolidé et a été progressivement précisé, par exemple en février dernier avec la Madrid Declaration on Science Diplomacy. Ces questions sont posées à un rythme toujours plus serré sur le plan international. Les initiatives se multiplient, tant sur le plan public que privé. Les villes et les Etats, même en dehors du continent européen, investissent de plus en plus dans ces domaines et se lancent dans une concurrence accrue pour héberger les organisations leaders dans ces thèmes de demain. Ils veulent ainsi bénéficier du prestige international qui en découle.

La diplomatie évolue et la Genève internationale doit se positionner dans ces nouveaux thèmes si elle veut garder son rôle de centre de diplomatie et de gouvernance mondiale. Toute la Suisse se doit d'agir, de le faire rapidement et de manière conséquente, sinon d'autres centres se développeront ailleurs, aux dépens de Genève. Sans innovation, le prestige de la Genève et de la Suisse internationales diminuera inéluctablement. L'innovation, aujourd'hui, passe par la capacité d'anticiper les défis de demain grâce à une coopération qui intègre science, technologie, diplomatie et démocratie.

Pour ce faire, la Suisse a défini le deuxième axe d'activité dont je vous ai parlé avant. Les 17 plateformes de discussion vont évoluer et focaliser l'attention sur ces défis. En parallèle, à sa séance du 20 février 2019, le Conseil fédéral a approuvé avec le canton et la Ville de Genève la création d'une organisation qui est appelée à jouer un rôle catalyseur dans ce processus. C'est la fondation Geneva Science and Diplomacy Anticipator. Avec cette start-up, le Conseil fédéral veut se donner la chance d'innover et de renforcer la Genève internationale. Le conseil de fondation est en train d'être mis sur pied par le président Peter Brabeck, le vice-président Patrick Aebischer, le représentant de la Confédération Matthias Egger et la représentante du canton et de la ville de Genève, Micheline Calmy-Rey, ancienne conseillère fédérale.

Les moyens financiers demandés se montent à 111,8 millions de francs pour quatre ans, de 2020 à 2023. Vous l'avez entendu, ce crédit se compose de deux parties, d'un plafond des dépenses de 103,8 millions de francs pour la mise en oeuvre de la stratégie, montant qui est égal à la planification budgétaire 2020-2023, et d'un crédit-cadre de 8 millions de francs pour les mesures de sécurité périphérique des organisations internationales. Nous sommes dans le même ordre de grandeur que le message 2016-2019. Le Conseil fédéral estime que ces moyens financiers sont à même d'atteindre le but fixé.

Il Consiglio federale è convinto dell'importanza strategica per la Svizzera di rafforzare la politica di Stato ospite e vi raccomanda perciò di accogliere la proposta della maggioranza della vostra commissione e di rifiutare tutte le proposte di minoranza.