Amherd Viola · Bundesrat · 2019-06-06
Amherd Viola · Bundesrat · Wallis · 2019-06-06
Wortprotokoll
Die Logistik wurde in den vergangenen Jahren stark modernisiert. Die Armee verwendet vermehrt Container, wir haben es gehört. Diese Container werden zurzeit auf offenem Gelände gelagert. Wie ich bereits beim Eintreten festgehalten habe, ist die Bewirtschaftung sehr aufwendig. Der Bundesrat wird auch gelegentlich durch das Parlament aufgefordert, den Betriebsaufwand der Armee zu stabilisieren. Bei der Bewirtschaftung von Containern bietet sich nun eine Möglichkeit dazu, und wir können den Aufwand reduzieren.
Indem die Container künftig an vier Stützpunkten gelagert werden, werden die Bewirtschaftung und die Instandhaltung effizienter. Auch werden die Container besser vor Witterung geschützt. Damit können sie wie auch der sehr oft teure Inhalt länger genutzt werden. Das führt selbstverständlich zu tieferen Kosten.
Es geht bei diesen Containerstützpunkten um eine Abwägung zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung. Während mit einer Zentralisierung der Aufwand reduziert wird, sinkt bei einer Dezentralisierung das Klumpenrisiko. Mit den vier jetzt vorgesehenen Standorten besteht hier ein ausgewogener Kompromiss. Zudem können im Konfliktfall die Container dezentralisiert werden. Damit sinkt das Klumpenrisiko, und der Schutz vor Waffeneinwirkung kann verbessert werden. Auch werden Massnahmen gegen Cyberangriffe [PAGE 922] getroffen. Beispielsweise werden die Lagerplätze der Container täglich in einer Liste ausgedruckt. Damit wird die Bewirtschaftung auch ohne funktionierendes SAP ermöglicht.
Der Denkmalschutz wurde ebenfalls angesprochen. Ich kann Ihnen versichern, dass im vorliegenden Fall nur geringe Kosten entstehen, um die Vorgaben des Denkmalschutzes einzuhalten. Die denkmalgeschützten Gebäude werden künftig als ungeheizte Lagerflächen genutzt. Sie sind also nicht nutzlos. Damit kann eine aufwendige Sanierung vermieden werden.
Entsprechend bitte ich Sie, dem Antrag der Finanzkommission bzw. der Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission zu folgen.