Flach Beat · Nationalrat · 2019-06-13
Flach Beat · Nationalrat · Aargau · Grünliberale Fraktion · 2019-06-13
Wortprotokoll
Herr Amstutz, die Verantwortung der Konzerne für ihren Rohstoffbezug und dafür, wie die Rohstoffe abgebaut werden, gilt immer. Es spielt keine Rolle, ob es um T-Shirts oder Batterien geht. Allerdings muss ich schon sagen: All die Geschichten, die jetzt über diese Autobatterien geteilt werden, erinnern mich ein bisschen an die Hysterie bei der Einführung der Katalysatoren. Damals hiess es, man könne die Katalysatoren nirgends entsorgen. Oder noch früher zurück liegt die Hysterie bei den Neonröhren, als man gesagt hat, diese Neonröhren bräuchten weniger Strom. Dann sagten alle, man könne sie nicht entsorgen, man wisse nicht, wohin damit.
Die Geschichten über den Kobaltabbau muss man auch ein bisschen genauer anschauen. Kobalt ist meines Wissens ein Rest-, ein Zufalls- oder ein Abfallprodukt von anderem Abbau. Es gibt meines Wissens keine Kobaltminen. Diesen Geschichten muss man ein bisschen nachgehen.
Wichtig scheint mir die Feststellung zu sein, dass im Moment bei dieser Frage der Konzernverantwortungs-Initiative auf beiden Seiten, bei den Initianten wie auch bei den Gegnern, einfach auch mit Fake News gearbeitet wird. Wir sollten uns hier wieder auf die Tatsachen berufen und schauen: Haben wir Handlungsbedarf - ja oder nein? Wir sagen, es bestehe Handlungsbedarf, weil wir gegenüber unseren Mitmenschen Verantwortung tragen müssen, aber auch gegenüber jenen, die dafür arbeiten, dass es uns hier so gut geht.