Triponez Pierre · Nationalrat · 2002-09-19
Triponez Pierre · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-09-19
Wortprotokoll
Ich beantrage Ihnen, bei Artikel 13 Absatz 1bis Buchstabe a an der Fassung unseres Rates festzuhalten, d. h., den vom Ständerat eingefügten Begriff "Handelsmittelschulen" wieder zu streichen. Mit diesem Antrag will ich in keiner Art und Weise die Handelsmittelschulen als Ausbildungsstätten infrage stellen, ganz im Gegenteil. Die Handelsmittelschulen als anerkannte Form der kaufmännischen Ausbildung sind in der Grundausbildung fest verankert. Etwa 2000 Leute schliessen jährlich eine solche Ausbildung ab, von der übrigens auch die gewerbliche Wirtschaft profitiert.
Aber - deshalb stelle ich meinen Antrag - wir haben uns bei dieser Revision einhellig für einen Systemwechsel bei der Grundbildung entschieden und beschlossen, generell auf eine Aufzählung der Lernorte zu verzichten; darum geht es hier. Mit der Formulierung unseres Rates werden alle zur Vermittlung der beruflichen Grundbildung anerkannten "Institutionen für die Bildung in beruflicher Praxis" erfasst, also auch die Handelsmittelschulen. Aber es gibt eben auch noch andere Institutionen, z. B. die Informatikmittelschulen, die Verkehrsschulen, die Schulen für Gestaltung, die Uhrmacherschule, die Gartenbauschulen, die Schnitzlerschule oder, wenn Sie wollen, auch die Geigenbauschule. Es wäre deshalb nicht nur systemwidrig, sondern geradezu falsch und gegenüber den anderen Schulen diskriminierend, hier für einen einzigen Berufslehrgang in diesem Gesetz, das ja ein Rahmengesetz für die gesamte Berufsbildung sein soll, eine Ausnahme zu machen. Aus diesem Grunde ist die ständerätliche Version abzulehnen. Ich bitte Sie, der offenen und umfassenden Formulierung, welche dem Sinn und Zweck des neuen Gesetzes voll und ganz gerecht wird und die wir hier in diesem Rate sorgfältig erarbeitet haben, zuzustimmen.
Ich beantrage Ihnen also, an der Fassung unseres Rates festzuhalten.