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Schmid Samuel · Bundesrat · 2002-09-23

Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2002-09-23

Wortprotokoll

Das Engagement des Bundes hängt vom Engagement der betroffenen Kantone und Gemeinden ab, insbesondere - im vorliegenden Fall - von der Beteiligung des Kantons und der Stadt Bern. Im Zusammenhang mit der Kandidatur von "Sion 2002" wurde am 16. Dezember 1994 das Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport dahin gehend geändert, dass der Bundesbeitrag maximal der Hälfte der Beteiligung der Kantone bzw. der Gemeinden entsprechen darf. Diese Bestimmung gilt auch für die Kandidatur "Bern 2010".

Der Bundesrat hat das ablehnende Resultat der Volksabstimmung von gestern zur Kenntnis genommen. Er anerkennt die grosse und sorgfältige Arbeit, die vom Kandidaturkomitee unter der Leitung von Dr. Martin Hodler geleistet worden ist.

Trotz der Ablehnung des Kredites ist der Bundesrat überzeugt, dass die Mehrheit der Bernerinnen und Berner dem Sport positiv gegenüberstehen. Verschiedene Anlässe und Projekte in der jüngsten Vergangenheit haben dies im Übrigen auch gezeigt. Das Nein ist damit kein Nein gegen den Sport. Das Olympiaprojekt 2010 ist gescheitert. Entscheidend ist nun die Ausrichtung auf die Zukunft. Mit der voraussichtlich am 1. Januar 2003 beginnenden Umsetzung des "sportpolitischen Konzeptes" des Bundesrates wird es in allen Sportbereichen neue Aufgaben und Herausforderungen für die Kantone und für die Städte geben. Gemäss unseren [PAGE 1309] Informationen wird der Verwaltungsrat Ende dieser Woche über das weitere Vorgehen entscheiden. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Kandidatur zurückgezogen wird. Das würde bedeuten, dass sich alle Arbeiten zur Olympiakandidatur auf Bundesebene erübrigen.