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Bregy Philipp Matthias · Nationalrat · 2019-09-11

Bregy Philipp Matthias · Nationalrat · Wallis · CVP-Fraktion · 2019-09-11

Wortprotokoll

Ich kann Ihnen versichern: Anders als Kollege Sommaruga werde ich nicht von meinen persönlichen Verhältnissen sprechen. Es sitzen zu viele Leute auf der Tribüne, die den Wahrheitsgehalt überprüfen könnten.

Wir haben heute, hier und jetzt, viel gehört: von schlechten Vätern, besseren Vätern, guten Vätern, glücklichen Vätern, unglücklichen Vätern. Einzig von Übervätern haben wir noch nicht gesprochen. Wir haben von traditioneller Familie gesprochen, von Fremdbetreuung, von Kitas und von Wünschen.

Aber all das ist gar nicht Thema der heutigen Debatte! Ich, der selber einem Vaterschaftsurlaub zu Beginn immer skeptisch gegenüberstand, musste das lernen: Es geht nicht um irgendein Familienmodell, es geht nicht um irgendetwas wie Ferien, sondern es geht erstens darum, ob wir den Vätern unmittelbar nach der Geburt mehr Zeit mit ihrem Kind geben wollen, und zweitens, ob wir uns das leisten können.

Wenn ich heute hier von 38 Wochen oder anderen Träumereien höre, dann wird mir angst und bange. Dann gehen wir klar und deutlich vom Ziel weg, das wir haben - einer Wertschätzung, einer Schenkung von Zeit für Eltern und Väter. Aus meiner Sicht ist klar: Der indirekte Gegenvorschlag, wie er vorliegt, mit 2 Wochen, ist sinnvoll, richtig, vernünftig und vor allem finanzierbar.

Aus diesem Grund bitte ich Sie, diesem indirekten Gegenvorschlag zuzustimmen. Er ist ein wichtiges und richtiges Zeichen für die Väter unserer Zeit. Aber ich bitte Sie auch, all jenen Bestrebungen, die weit darüber hinausgehen wollen, eine Absage zu erteilen. Ich glaube, damit ist niemandem[NB]gedient, nicht den Vätern, nicht den Müttern, nicht den Kindern - und schon gar nicht den Staatsfinanzen.

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