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Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · 2020-06-02

Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2020-06-02

Wortprotokoll

Wir sind wieder bei den Überbrückungsleistungen, die wir heute hoffentlich verabschieden und dann auch in die Schlussabstimmung bringen können.

Bei dieser Differenz geht es eigentlich finanziell um eine kleine Geschichte, aber es ist eine enorm wichtige Geste für die Betroffenen. Wir sprechen bei diesem Minderheitsantrag über die Krankheitskosten. Ich habe es erwähnt: Wir feilschen bei dieser Differenz um Geld, das im Gesamtpaket wenig ausmacht. Für die Betroffenen aber ist das essenziell. Ob man die Vergütung der Krankheitskosten erhält oder nicht, ist für viele Budgets ein zentraler Punkt, vor allem, wenn noch Kinder da sind. Das Leben ist dann ohnehin teurer, und wir könnten, meint die Minderheit, da etwas grosszügiger und etwas menschlicher sein, denn auch mit Überbrückungsleistungen wird das Budget knapp sein. Wenn dann eine Person noch krank ist, soll das Budget nicht noch knapper werden. Es ist schon genug, die Krankheit ertragen zu müssen; es darf nicht noch mehr Kosten bedeuten, weil mehr medizinische Versorgung nötig ist, weil vielleicht Hilfsmittel nötig sind, weil viele Medikamente gebraucht werden oder zusätzliche Arztbesuche nötig sind. Da kommen eben dann der Selbstbehalt und vor allem auch die Kosten dazu, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden.

Es wäre sehr würdig und ein schönes, wichtiges Zeichen an Menschen, die ohnehin in einer schwierigen Situation sind, nämlich ältere Arbeitnehmende, die ausgesteuert wurden, weil sie niemand mehr in der Wirtschaft wollte, die deshalb hoffentlich dann Überbrückungsleistungen erhalten und die dann noch krank sind.

Ich bitte Sie also im Namen der Minderheit, diese Krankheitskosten mitzuübernehmen und die Minderheit zu unterstützen.