Egerszegi-Obrist Christine · Nationalrat · 2002-10-02
Egerszegi-Obrist Christine · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-10-02
Wortprotokoll
Die grosse Minderheit der Kommission will, analog zur EU, gentechnisch veränderte Pflanzen mit Antibiotika-Resistenzgenen bis zum 31. Dezember 2008 bewilligen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Viele Forschungsprojekte laufen noch, ich denke auch an den Weizenversuch von Professor Sauter an der ETH Zürich. Diese Versuche sollten noch zu Ende gebracht werden. Es ist auch völlig unsinnig, dass wir über [PAGE 1595] Staatsgelder Versuche ermöglichen und sie nachher nicht zu Ende führen lassen.
Es ist mir völlig bewusst, dass wir aufhorchen, wenn wir von Antibiotikaresistenz hören, und gleich an die Resistenz gegenüber bakteriellen Krankheitserregern denken. Dazu hielt das Bundesamt für Gesundheit in einer Studie fest: "Gewisse gentechnisch veränderte Nutzpflanzen enthalten Ampicillinresistenzgene als Marker. Diese Gene haben keinerlei Auswirkungen hinsichtlich der Resistenzlage bakterieller Krankheitserreger." Es ist tatsächlich so, dass es eigentlich nicht diese Antibiotika-Resistenzgene sind, die wir meinen. Aber wir unterstützen diese Absicht völlig, dass man nach 2008 auf diese Markergene verzichtet. Man hat andere Möglichkeiten, diese Aufgabe zu lösen, aber wir bitten Sie, diese Frist einzuhalten, weil sonst verschiedene Projekte nicht zu Ende geführt werden können.
Ich bitte Sie, dem Antrag der Minderheit zu Artikel 32ter zuzustimmen.