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Studer Lilian · Nationalrat · 2020-06-11

Studer Lilian · Nationalrat · Aargau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2020-06-11

Wortprotokoll

Die Begründung für den Antrag war die mögliche Verarmung junger Forscher, Ärzte, Wissenschaftler mit Masterabschluss auf der Suche nach einer Anstellung oder am Ende ihrer Amtszeit. Häufig haben diese Menschen prekäre Verträge, die sie für viele Monate oder sogar einige Jahre in prekäre Beschäftigungsverhältnisse stürzen, obwohl sie eine Ausbildung auf tertiärem Niveau absolvieren, die analytische und reflexive Fähigkeiten auf hohem Niveau garantiert.

Vom Bund wurde ausgeführt, dass es hier um Löhne von zum Beispiel Doktorierenden oder Postdoktorierenden oder derjenigen, die in einem befristeten Forschungsprojekt angestellt sind, geht, also für Arbeitsverhältnisse, die in einem engen Zusammenhang mit der Ausbildung oder mit von Dritten finanzierten befristeten Forschungsprojekten stehen.

Zur Kommissionshaltung: Es ist nicht so, dass man keine Kriterien für die Bemessung des Lohnes und der Lohnentwicklung festlegt. Aber die in Artikel 15 Absatz 1 des Bundespersonalgesetzes genannten Kriterien wie berufliche Erfahrung und der Leistungsnachweis sind für diese Arbeitsverhältnisse nicht anwendbar. Die Problematik ist unter anderem die folgende: Wenn beim Schweizerischen Nationalfonds oder bei einer Stiftung ein Antrag für eine Doktoratsstelle eingereicht wird, muss ein Salär beantragt werden, bevor diese Person überhaupt interviewt und rekrutiert wurde. Darum braucht es sogenannte Pauschallöhne für Doktorierende und Postdoktorierende, die sich an der Stufe und nicht an der Person ausrichten. Zudem könnten im selben Arbeitsbereich bei personalisierten Salären unterschiedlichste Löhne gezahlt werden, was nicht sinnvoll wäre. Schlussendlich geht es hier nicht um eine Minimalisierung, sondern um eine Pauschalierung der Löhne auf einer Stufe, die hier in der Schweiz durchaus sinnvoll und global gesehen sehr konkurrenzfähig ist. Für Doktorierende und Postdoktorierende sind die Saläre hier sehr attraktiv.

Der Antrag Locher Benguerel wurde in der Kommission mit 16 zu 9 Stimmen abgelehnt.