Graf Maya · Ständerat · 2020-09-17
Graf Maya · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2020-09-17
Wortprotokoll
Ich möchte hier meine Unterstützung für diese Motion bekannt geben und Sie bitten, die Motion anzunehmen.
Ich habe, damals noch im Nationalrat, die ähnlich lautende Motion 19.4289, "Der Bund muss für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels auf den Schweizer Wald weitere Massnahmen ergreifen und finanzielle Mittel bereitstellen", eingereicht. Ich habe diese Motion letztes Jahr eingereicht. Im letzten September war bereits absehbar, dass es einen weiteren Hitzesommer geben würde und dass bereits sehr viele Laub-, aber auch Nadelhölzer unter der Trockenheit litten.
Grosse Schäden in den Wäldern gibt es insbesondere in der Nordwestschweiz, aber auch im Kanton Jura, die nun, da es im dritten Jahr in Folge trocken und heiss ist, wirklich leiden. Das ist eine riesengrosse Belastung für die Waldeigentümer, bringt aber natürlich auch Einschränkungen für die Gesellschaft mit sich. In der Region Basel musste ein Wald, der als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung gedacht ist, sogar kurzzeitig gesperrt werden.
Ich war von der damaligen Antwort des Bundesrates enttäuscht, wie dies mein Vorredner von der heutigen ist. Er hat damals ähnlich argumentiert, auch mit denselben beiden Motionen, und er hat das Problem auf die lange Bank geschoben - vor allem, was die Bereitstellung von zusätzlichen finanziellen Mitteln angeht. Das ist in der jetzigen Situation problematisch, Frau Bundespräsidentin, denn wir sind jetzt im dritten Hitzesommer in Folge, und die Schäden sind noch offensichtlicher. Bei uns sind vor allem die Buchen ein trauriger Anblick. Hier muss jetzt bei der Waldwirtschaft gehandelt werden. Die Waldbewirtschafter arbeiten mit den Kantonen selbstverständlich daran, aber es braucht hier auch den Bund.
In diesem Sinne bitte ich Sie, die Motion anzunehmen.