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Feri Yvonne · Nationalrat · 2020-09-23

Feri Yvonne · Nationalrat · Aargau · Sozialdemokratische Fraktion · 2020-09-23

Wortprotokoll

Ich komme gerne auch nochmals auf ein paar wenige Punkte zurück.

Zuvor möchte ich aber eine Bemerkung zu etwas machen, das für Unsicherheit gesorgt hat: Ein Adoptionsurlaub ist tatsächlich nicht mit dem Mutterschaftsurlaub zu vergleichen, tendenziell eher mit dem Vaterschaftsurlaub, dem dieser Rat ja zugestimmt hat und über den das Volk in wenigen Tagen abstimmen wird.

Eintreten wurde mit 12 zu 10 Stimmen bei 1 Enthaltung beschlossen. Daraus resultiert in der Fahne die Minderheit Pezzatti für Nichteintreten. Die Kommission bittet Sie aber, wie ich bereits erwähnt habe, einzutreten. Eine zweite Minderheit beantragt Rückweisung, die Minderheit Feri Yvonne, deren [PAGE 1778] Antrag einer Konzeptänderung gleichkommt. In der Detailberatung zum Entwurf wurde dieser Antrag diskutiert, jedoch an einer anderen Stelle innerhalb der Fahne. Zu diesem Zeitpunkt wurde festgestellt, dass ein grosser Teil der Vorlage überarbeitet werden müsste, sollte der Rat diesem Ansinnen zustimmen.

Worum geht es dabei? In Anlehnung an die Diskussion um den Vaterschaftsurlaub bzw. eine Elternzeit wurde der Antrag Feri Yvonne eingereicht, der darauf abzielt, den Anspruch der Eltern bei Adoptionen auf 14 Wochen zu erhöhen sowie auf beide Elternteile auszudehnen. Die Verwaltung konnte den Antrag nicht im Detail analysieren, weil diverse Eckwerte fehlten. In der Folge wurde dieser Antrag mit 16 zu 7 Stimmen abgelehnt und dann als Minderheitsantrag eingereicht, über den wir nun nach dem Eintreten abstimmen.

Bei Artikel 16i gibt es ebenfalls eine Minderheit Feri Yvonne. Sie möchte, wie wir gehört haben, dass auch Eltern, die bereits etwas ältere Kinder adoptieren, von einem Urlaub profitieren können. Die Altersgrenze für das Kind soll von vier auf zwölf Jahre erhöht werden, denn auch Kinder in diesem Alter und deren Adoptiveltern brauchen genügend Zeit, um sich kennenzulernen, um sich aneinander zu gewöhnen und um den Alltag zu strukturieren. Das Kindeswohl steht auch hier im Mittelpunkt. Die Mehrheit der Kommission möchte diese Ausdehnung nicht, sondern die Grenze bei Vierjährigen belassen. Nach Ansicht der Mehrheit der Kommission bräuchten ältere Kinder diese intensive Betreuung nicht mehr. Der Antrag wurde mit 17 zu 6 Stimmen abgelehnt.

Ich bitte Sie, den Anträgen Ihrer Kommission zu folgen.