Jositsch Daniel · Ständerat · 2020-09-24
Jositsch Daniel · Ständerat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2020-09-24
Wortprotokoll
Cher président, j'aimerais bien, mais mon italien n'est pas assez bon pour que je puisse spontanément faire dans cette langue mon discours, qui est préparé en français. J'essaierai de faire cela l'année prochaine.
Quels sont les objectifs du postulat? Il propose d'utiliser un instrument qui existe déjà aujourd'hui, à savoir de promouvoir le stage professionnel comme mesure de marché du travail pour aider les jeunes adultes sans emploi à maîtriser l'entrée sur le marché du travail malgré la crise liée au coronavirus.
Es geht also um das Instrument des Berufspraktikums. Berufspraktika sind primär für Personen mit keiner oder nur[NB]wenig[NB]Berufserfahrung gedacht, in der Regel also für[NB]Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger, die nach Abschluss ihrer Ausbildung keinen beruflichen Anschluss finden. Damit sie ein Berufspraktikum machen können, müssen sie folglich eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und bei der Arbeitslosenkasse bzw. dem RAV als stellenlos registriert sein.
Das Berufspraktikum soll einer solchen qualifizierten stellenlosen Person eine erste bzw. vertiefende Berufserfahrung vermitteln. Es ist also besonders an junge Erwachsene mit abgeschlossener Ausbildung und ohne zusätzliche Berufserfahrung gerichtet.
Während des Praktikums bleibt die versicherte Person beim zuständigen RAV zur Arbeitsvermittlung angemeldet und muss weiterhin die entsprechenden Arbeitsbemühungen erbringen. Das heisst, die Anmeldung für das Berufspraktikum erfolgt über das RAV, wobei das RAV auch über die Teilnahme entscheidet und das Praktikum jederzeit zugunsten einer Festanstellung auflösen kann. [PAGE 1047]
Es ist also eine temporäre Massnahme im Zusammenhang mit der Stellenvermittlung bzw. einer möglichen Stellenvermittlung. Ein Berufspraktikum kann in einem privaten Unternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung absolviert werden, wobei die Arbeitslosenversicherung 75 Prozent der Taggelder übernimmt, währenddem der Arbeitgeber die restlichen 25 Prozent trägt. Es ist also auch für die Betriebe, würde ich meinen, von grossem Interesse, dass sie solche[NB]Berufspraktika anbieten.
Ein Berufspraktikum ist auf sechs Monate befristet und hat ein klares Ziel, nämlich die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt; entsprechend ist es in das System der arbeitsmarktlichen Massnahmen integriert. Es ist also eine Massnahme, die weit über die Beratung und Begleitung stellenloser Jugendlichen hinausgeht. Ihr Ziel ist es, die Jugendlichen möglichst nahtlos im Erwerbsleben zu behalten, um damit Langzeitfolgen von Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Die Massnahme des Berufspraktikums bietet also die Möglichkeit, weitere Berufserfahrungen in einem Unternehmen[NB]zu[NB]sammeln, berufliche Kenntnisse zu vertiefen und das Netzwerk zu vergrössern. Davon ausgehend, dass die Jugendarbeitslosigkeit bereits, wie auch der Bundesrat[NB]vorhin[NB]festgestellt hat, angestiegen ist und zu befürchten ist, dass sich dies noch weiter akzentuieren wird, soll dieses Instrument gestärkt und mit genügend Mitteln versehen und vor allem eben auch bekannter gemacht werden. Ein Fokus muss auf dieser Bekanntmachung liegen, sowohl bei möglichen Arbeitgebenden als auch bei Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern und bei den RAV-Beraterinnen und -Beratern. Heute wird es vergleichsweise selten eingesetzt - kaum 1 Prozent der Stellensuchenden absolvieren ein[NB]entsprechendes[NB]Berufspraktikum; dies, obwohl es - wie[NB]dargestellt - eine sehr gute arbeitsmarktliche Möglichkeit ist. Entsprechend sollen genügend Plätze geschaffen werden und das Berufspraktikum bekannter gemacht werden. Es soll Gegenstand des Postulates sein, abzuklären, wie das[NB]Berufspraktikum gestärkt werden kann.
Ich ersuche Sie deshalb, das Postulat anzunehmen und damit diese sinnvolle Förderung des Berufseinstiegs für Jugendliche zu unterstützen.