Strupler Manuel · Nationalrat · 2020-10-30
Strupler Manuel · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2020-10-30
Wortprotokoll
Geschätzte Kollegin Meyer, ich gebe Ihnen recht: Die Preisunterschiede von Produkten kann man mit dieser Motion nicht abbauen oder verhindern. Für Preisunterschiede ist natürlich auch die Bürokratie - man schaue auf die Landwirtschaft - verantwortlich, die andere Produktionsbedingungen für die Schweiz fordert und so die Produkte teurer macht.
Zu meiner Frage: Sie haben gesagt, man müsse die Mindestlöhne erhöhen, um die Kaufkraft zu stärken. Meinen Sie das wirklich ernst? Sie möchten eine Ungleichbehandlung; jemand, der in der Schweiz im Detailhandel einkauft, muss 7,7 Prozent Mehrwertsteuer zahlen, aber wer im Ausland einkauft, muss das nicht. Trotzdem möchten Sie, dass die Mindestlöhne, gerade auch im Detailhandel, erhöht werden. Hier müssen wir für gleich lange Spiesse sorgen, und für das sorgt diese Motion - der Preisunterschied bleibt, aber immerhin gibt es gleich lange Spiesse. Damit eine Mindestlohnerhöhung überhaupt möglich ist, brauchen wir Konsumenten, die Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze in diesen Branchen sichern.