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Schneider Schüttel Ursula · Nationalrat · 2020-11-30

Schneider Schüttel Ursula · Nationalrat · Freiburg · Sozialdemokratische Fraktion · 2020-11-30

Wortprotokoll

Wir befinden uns mit der Covid-Krise seit einigen Monaten in einer ausserordentlichen Situation. Der Bundesrat hat verschiedenste Massnahmen getroffen. Je nachdem, wie sich diese Massnahmen auswirken, muss er jeweils kurzfristig wieder reagieren. Wir haben ja schon verschiedene Gesetzesvorlagen behandelt.

Mit meinem Postulat beantrage ich, dass der Bundesrat bei der Evaluation der Massnahmen auch die genderspezifischen Aspekte dieser Massnahmen anschaut.

Die Corona-Krise und die Massnahmen, die getroffen worden sind, wirken sich nicht auf alle gleich aus. Frauen arbeiten beispielsweise mehr in Gesundheitsberufen oder im Verkauf. Sie sind durch die Kinderbetreuung anders und mehr gefordert, wenn die Schulen geschlossen werden. Frauen haben auch ein grösseres Risiko, während der Corona-Krise ihre Stelle zu verlieren, da sie in den von der Krise betroffenen Bereichen meist stärker vertreten sind als Männer. Sie sind auch häufig sozial schlechter abgesichert. Es gibt auch positive Effekte des Lockdowns, zum Beispiel beim Homeoffice oder bei Videokonferenzen, die jetzt sehr stark genutzt werden. Daraus können Frauen Vorteile ziehen. Die Auswirkungen müssen aber insgesamt angeschaut werden, gerade weil die Massnahmen die Geschlechter unterschiedlich betreffen.

Ich bitte Sie daher, mein Postulat zu unterstützen, das verlangt, dass in einer Evaluation die geschlechterspezifischen Auswirkungen separat angeschaut werden.

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