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Berset Alain · Bundesrat · 2020-12-07

Berset Alain · Bundesrat · Freiburg · 2020-12-07

Wortprotokoll

Das ist in dieser Situation genau die Schwierigkeit. Das ist genau so wie damals im Februar. Es ist extrem schwierig, weil man nicht immer alles auf Anhieb versteht. Vorherzusagen, wie sich die Pandemie entwickelt, ist äusserst schwierig.

Ich kann Sie daran erinnern, dass die Pandemie Ende Februar bzw. Anfang März sehr überraschend und sehr rasch zu uns gekommen ist. Daraufhin haben wir Massnahmen getroffen, worauf die Zahl der Fälle abgenommen hat. Man muss auch sagen, dass die Pandemie Anfang bzw. Mitte Oktober erneut sehr überraschend und sehr rasch zurückgekommen ist. Niemand kann wirklich erklären, wieso dem so war. Es war auch gerade der Moment, als der Bundesrat wieder Grossveranstaltungen zulassen wollte, und plötzlich war es wieder ein Problem.

Diese Ungewissheit, diese Unsicherheit wird uns leider noch eine Weile begleiten. Deswegen sind auch all die Massnahmen wichtig, die wir für die nächsten Monate treffen können, inklusive des Zugangs zu einer guten Impfung für diejenigen, die es wollen. Für die Planungssicherheit tun wir alles, was [PAGE 2268] wir können. Aber man muss schon sehen: Absolute Sicherheit gibt es in dieser Situation nie.

Im Zusammenhang mit der Verordnung standen wir in sehr engem Austausch mit den betroffenen Kantonen; bei mehreren Austauschen, inklusive Videokonferenzen, war ich persönlich präsent. Wie gesagt, wir tauschten uns mit den betroffenen Kantonen aus, aber auch mit dem Verband Seilbahnen Schweiz und allen anderen Akteuren. Dabei haben wir versucht, Verschiedenes zu definieren: zum einen strenge Schutzkonzepte, die wirklich vorbildlich umgesetzt werden müssen, und zum andern gewisse Kriterien, die uns besonders wichtig sind. Ich will hier nicht die ganze Liste aufzählen, sondern nur ein paar Beispiele erwähnen: genügend Plätze in Spitälern, d. h., wenn es Unfälle gibt, muss man die Leute im Spital aufnehmen können; genug Bettenkapazitäten; eine gute Organisation in den betroffenen Skigebieten.

Was aber, wenn wir plötzlich merken sollten, dass sich die Situation - wie im Oktober und ausgehend von einem sehr hohen Niveau wie heute - wieder verschlechtern sollte? Leider sind die Signale in den letzten drei, vier Tagen nicht so gut. Es muss noch nicht unbedingt viel bedeuten, und trotzdem müssen wir aufpassen. Es ist einfach unberechenbar. Man kann leider nichts vorhersagen. Man kann sich einzig so gut wie möglich vorbereiten und dann, zusammen mit der gesamten Bevölkerung, alles tun, damit wir diese Situation weiterhin im Griff haben.