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Keller-Sutter Karin · Bundesrat · 2020-12-09

Keller-Sutter Karin · Bundesrat · St. Gallen · 2020-12-09

Wortprotokoll

In der geltenden Strafprozessordnung ist festgelegt, dass die amtliche Verteidigung nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons entschädigt wird, in dem das Strafverfahren geführt wurde. Es liegt also in der Kompetenz der Kantone, nicht nur die Höhe der Entschädigung, sondern auch die Modalitäten der Ausrichtung festzulegen; das heisst, dass sie auch die Möglichkeit von Akontozahlungen vorsehen können. Diverse Kantone und der Bund tun dies auch; sie haben Regelungen erlassen, wonach die amtliche Verteidigung unter bestimmten Voraussetzungen Akontozahlungen verlangen kann, oder es besteht zumindest eine entsprechende Praxis. Eine Anpassung, wie sie die Motion verlangt, wäre aufgrund dieser Kompetenzverteilung und der geltenden Praxis ein unnötiger Eingriff in die kantonale Tarifautonomie.

Sie wissen ja - Herr Addor ist Mitglied der Kommission -, dass derzeit die Strafprozessordnung revidiert wird.

Avant de rédiger l'avant-projet, nous avons auditionné dans un groupe de travail des représentants de la défense pénale, qui eux n'ont pas exprimé la nécessité de modifier le système concernant le versement d'acomptes. De plus, lors de la consultation, aucune critique sur ce point n'a été émise.

Votre Commission des affaires juridiques a déjà procédé à l'examen préliminaire du projet qui devrait être traité par votre conseil lors de la prochaine session. C'est aussi pour cette raison qu'une motion n'est pas nécessaire. Le Conseil fédéral vous demande donc de la rejeter.

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