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Graf Maya · Ständerat · 2021-03-03

Graf Maya · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2021-03-03

Wortprotokoll

Ich habe mich kurzfristig gemeldet, weil die Diskussion auf die Einzelbetrieblichkeit und auf die Bauernfamilien abgeglitten ist. Jetzt haben meine beiden Vorredner wieder zum Kern der Sache, um den es geht, gefunden. Ich möchte Ihnen sagen, dass hier niemand von uns allen die Einzelbetriebe und die Bauernfamilien mit mehr Bürokratie belasten will. Es geht vielmehr eben genau darum, dass mit einem digitalisierten System beim Zulieferer, also dort, wo gekauft wird, registriert wird, an wen die Futter- oder Düngemittel gehen. In der heutigen Zeit ist das ja wirklich überhaupt kein Problem mehr.

Die zweite Sache, die ich hier festhalten möchte, ist, dass wir dieses System bereits beim Hofdünger kennen. Sie, Herr Fässler, kennen das aus Ihrem Kanton. Will zum Beispiel ein Bauer Schweinejauche einem Ackerbauern verkaufen, dann muss er schon heute die Hofdüngerflüsse in einem System festhalten. Dieses System heisst Hoduflu, dies einfach, damit Sie das mal gehört haben. Es gibt diese Systeme. Beim Hofdünger sind diese Zahlen und Mengen heute bekannt. Dasselbe soll nun für die Futtermittel- und für die Düngerlieferungen dort, wo die Produkte erstanden werden, nämlich bei den Zulieferern, passieren. Das ist das, was wir heute wollen. Das ist sehr wichtig, und es entsteht für die Bauernfamilien bei ihren Buchhaltungen kein Mehraufwand.

Ich bitte Sie aus diesen Gründen, hier bei der Nationalratsvariante zu bleiben und der Offenlegungspflicht für Nährstofflieferungen, die ein wichtiger Teil des indirekten Gegenprojekts ist, zuzustimmen.