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Knecht Hansjörg · Ständerat · 2021-03-10

Knecht Hansjörg · Ständerat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-03-10

Wortprotokoll

Die Corona-Krise zeigt uns deutlich, wie weit die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Arbeitswelt und die damit verbundenen Optionen wie Homeoffice bereits fortgeschritten sind. Der Bund sollte die sich daraus ergebenden Chancen auch nutzen.

Einerseits sind Möglichkeiten der modernen Arbeitsplatzgestaltung wie "shared workplaces" und "co-working spaces" zu untersuchen und zu realisieren. Dies hat zum Ziel, die Büroflächen zu reduzieren und somit die Kosten zu senken. Andererseits soll geprüft werden, inwiefern der Bund als Arbeitgeber für spezialisiertes Personal durch die Anwendung neuer Arbeitsplatzmodelle an dezentralen Standorten attraktiver werden kann.

Eine verstärkte Dezentralisierung der Arbeitsplätze würde für alle Landesteile Vorteile mit sich bringen. Die Ballungszentren würden vom Siedlungsdruck und von den damit verbundenen Nachteilen wie Wohnungsknappheit oder erhöhtes Verkehrsaufkommen etwas entlastet. Die Randregionen erhielten die Perspektive, attraktive Arbeitsplätze anzubieten und so Abwanderungstendenzen entgegenzutreten. Eine Dezentralisierung der Arbeitsplätze würde auch im Sinne eines modernen und gelebten Föderalismus einen guten Ausgleich zwischen den Kantonen schaffen. Zudem würde der Bund durch eine Flexibilisierung der Arbeitsabläufe und Arbeitszeiten in Verbindung mit der verstärkten Regionalisierung seine Position im Konkurrenzkampf um gut qualifizierte Arbeitnehmende, gerade im IT-Bereich, verbessern.

Erfreut nehme ich daher zur Kenntnis, dass der Bundesrat die Annahme meines Postulates beantragt. Er steht flexiblen Arbeitsformen ebenfalls positiv gegenüber und hat bereits ein entsprechendes Zielbild gutgeheissen. Mein Postulat ist ein zusätzliches Signal zu den vom Bundesrat bereits getätigten und geplanten Schritten.

Daher bitte ich Sie, dem Bundesrat zu folgen und mein Postulat anzunehmen.