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Fasel Hugo · Nationalrat · 2002-12-03

Fasel Hugo · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion · 2002-12-03

Wortprotokoll

Aus der Sicht der grünen Fraktion gibt es keinen Grund, einen Unterschied zwischen der Geburt eines Kindes und der Adoption eines Kindes zu machen. Die gleichen Gründe, die für eine Mutterschaftsentschädigung sprechen, sprechen auch für eine Adoptionsentschädigung: Bei der Mutterschaftsentschädigung soll dazu beigetragen werden, dass die Eltern - in diesem Falle die Mutter - Zeit haben für ihr Kind und ihm etwas Nähe, etwas Zuneigung, Präsenz und Aufmerksamkeit schenken können, statt der Erwerbsarbeit nachzugehen; die gleichen Gründe sprechen dafür, dies auch im Falle der Adoption zu tun.

Es ist auch so, dass sich diese Verbesserung der Vorlage in einem äusserst bescheidenen Rahmen hält, nämlich in einer Grössenordnung von rund 3 Millionen Franken. Hier wurde vorher auch gesagt, es gebe noch gewisse Probleme bei der Umsetzung. Das trifft so nicht zu, weil die Vorlage, wie sie hier durch die Minderheit eingegeben wurde, im Kanton Genf bereits umgesetzt ist; es haben sich dort keine praktischen Probleme ergeben. Es handelt sich hier um eine sehr kleine Gruppe. Deshalb sage ich schon vorweg an den Kommissionssprecher und die Kommissionssprecherin - sie werden nachher sagen, dass man die Vorlage nicht überladen sollte -: Es geht wirklich nur um etwas sehr Kleines, um etwas sehr Bescheidenes, nämlich um einen beschränkten Betrag von 3 Millionen Franken. Es ist eine kleine Gruppe davon betroffen. Ich denke, wir sollten diesen Schritt machen. Die Angst vor einem Referendum ist nicht berechtigt, weil es sich nur um einen kleinen Schritt handelt.

Ich bitte Sie deshalb, der Minderheit Maury Pasquier zuzustimmen.

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