Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2002-12-09
Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2002-12-09
Wortprotokoll
1. Nein, Frau Marty Kälin, die SBB haben eine Teilnahme im Vorfeld dieser Kampagne ausdrücklich abgelehnt. Das besagte Inserat wurde ohne Einverständnis der SBB geschaltet, und unmittelbar nach dem Erscheinen des Inserates haben die SBB bei den Verantwortlichen dagegen interveniert. Diese prüfen jetzt, das Sujet "Bahnreise" auszuwechseln, soweit es die Produktionsbedingungen bei den Medien erlauben. Bis jetzt scheint das offenbar noch nicht der Fall gewesen zu sein, denn ich habe das Inserat schon wieder gesehen.
2. Selbstverständlich bringen uns die SBB entspannt vorwärts, sie dürfen aber nicht in dieser Art vor den Karren einer politischen Kampagne gespannt werden. Dies umso weniger, als die damit vermittelte Botschaft in dieser Form nicht zutrifft.
3. Der Bundesrat wurde vonseiten der SBB, die durch das irreführende Inserat hauptsächlich betroffen sind, nicht um Hilfe gerufen. Der Bundesrat ist aber gerne bereit, die wahren Zahlen der Strombezüge der SBB zu bekräftigen: Über 95 Prozent des Eisenbahnstroms stammt aus Wasserkraft.