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Ritter Markus · Nationalrat · 2021-06-17

Ritter Markus · Nationalrat · St. Gallen · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2021-06-17

Wortprotokoll

Ihre Kommission beantragt Ihnen mit 13 zu 11 Stimmen bei 1 Enthaltung, der vorliegenden Motion 20.3672 zuzustimmen und damit dem Ständerat zu folgen.

Die Thematik dieser Motion dürfte den meisten in diesem Saal aus ihrem Alltag weniger geläufig sein. Es geht um das Ausbringen von Gülle, eine scheinbar banale Aufgabe, die aber bei näherer Betrachtung auch dem Fachmann einiges abverlangt und in unserer Kommission wie auch im Ständerat eine grössere Diskussion ausgelöst hat. Bei dieser Motion geht es um die Frage, ob für das Ausbringen von Gülle emissionsmindernde Verfahren für obligatorisch erklärt werden sollen oder ob weiter mit Anreizverfahren operiert werden soll.

Um eine solche Thematik fundiert beurteilen zu können, braucht es zunächst einen kurzen Exkurs bezüglich der gängigen Lehre zum Gülleausbringen. Wichtig ist zu wissen, wann keine Gülle ausgebracht werden darf. So ist es verboten, Gülle auf schneebedeckten, gefrorenen oder durchnässten Böden auszubringen. Ebenfalls untersagt ist es, Gülle auf ausgetrockneten, harten Böden auszubringen, die nicht aufnahmefähig sind, sowie bei starkem Sonnenschein und Temperaturen über 25 Grad, so wie heute. Verboten ist ebenfalls das Gülleausbringen während der Wintermonate, wenn die Tagesdurchschnittstemperaturen an sieben aufeinanderfolgenden Tagen nicht mindestens 5 Grad plus erreichen. Sollte trotz idealer Bedingungen ein starker Regen angesagt sein - Sie werden es erahnen -, ist das Ausbringen von Gülle untersagt. Sollten Sie den Gewässerabstand oder den Waldabstand beim Ausbringen von Gülle nicht einhalten, werden Ihre Direktzahlungen gekürzt, und es wird auch ein Strafverfahren eingeleitet. Ebenfalls soll auf das Gülleausbringen am Freitagabend oder am Samstag, wenn immer möglich, verzichtet werden. Sie sehen, es braucht sehr viel [PAGE 1464] Beobachtung und Kenntnis der Natur, um die Bedingungen für das Ausbringen von Gülle beurteilen zu können.

A ce stade, comme n'importe quel agriculteur ordinaire, vous vous demandez sans doute également quand, où et comment vous êtes encore en droit d'épandre du lisier. Telles sont les questions sur lesquelles votre commission s'est penchée dans le cadre de la présente motion.

Cette dernière vise à ce que le choix de la technique d'épandage du lisier reste du ressort des agriculteurs sur le terrain. Il est toutefois prévu de continuer à promouvoir les enveloppes financières existantes. Le Conseil fédéral quant à lui veut rendre ces techniques obligatoires dans l'ordonnance sur la protection de l'air. La majorité de votre commission est d'avis qu'il faut maintenir la solution actuelle, celle-ci ayant fait ses preuves.

Le Conseil fédéral souligne déjà la nécessité de prévoir un certain nombre d'exceptions aux cas d'obligation. A titre d'exemple, il ne sera pas nécessaire d'utiliser des pendillards pour l'épandage sur des terrains présentant une déclivité supérieure à 18 pour cent. Des exceptions sont également à prévoir pour les parcelles avec des arbres. Les plus[NB]petites[NB]fermes devraient elles aussi bénéficier de dérogations.

La commission a demandé à l'administration comment il faudrait s'y prendre pour réglementer les exceptions sur la base de la topographie, nos terrains en pente, dans les zones de collines et de montagne, présentant souvent des déclivités très différentes. Il arrive en effet que, sur une même parcelle, la déclivité passe de quelques pour cent à plus de 50 pour cent. Dès lors, il faudrait analyser une à une toutes les parcelles dans les zones de collines et de montagne pour définir la technique à utiliser. Il s'agit là d'un monstre administratif que ni les agriculteurs ni les cantons ne peuvent mettre en oeuvre de cette manière.

Da die vom Bundesrat geforderte Technik sehr teuer ist, wurden in der Kommission auch von Mitgliedern der Minderheit bereits weitergehende Ausnahmen für kleinere Betriebe gefordert. Viele Güllefässer, die noch einwandfrei funktionstüchtig sind, dürften ohne diese Motion ab dem 1. Januar des nächsten Jahres nicht mehr eingesetzt werden. Viel graue Energie müsste vernichtet werden. Dafür kämen grosse und schwere neue Maschinen zum Einsatz, bei denen die Gefahr von Bodenverdichtung bedeutend grösser ist. Dies kann nicht unser Ziel sein.

Die Mehrheit Ihrer Kommission hat sich von den Fachleuten überzeugen lassen, dass es richtig ist, gerade hier ein Anreizverfahren weiterzuführen, nicht auf ein entsprechendes Obligatorium einzugehen und damit die Motion Hegglin Peter zu unterstützen.