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Dettling Marcel · Nationalrat · 2021-09-22

Dettling Marcel · Nationalrat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-09-22

Wortprotokoll

Es ist speziell, wenn hier Familienpolitik nur einseitig gefördert werden soll, nämlich nur bei denjenigen, die ihre Kinder in die Drittbetreuung geben. Hier waren Sie ja besonders dreist, hier haben Sie den Abzug von 14[NB]000 auf 25[NB]000 Franken erhöht. Jetzt wehrt sich die Ratslinke beim Familientarif wegen 49 Franken auch für Familien, die eben selber zu den Kindern schauen und sie nicht extern betreuen lassen. Das müssen Sie sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Man wehrt sich gegen diese 49 Franken, die allen Familien in diesem Lande zugutekommen, die Bundessteuer zahlen. Es wurde gesagt: Knapp 50 Prozent in diesem Land zahlen keine Bundessteuer. Wir machen etwas für diejenigen, die etwas dazu beitragen, dass dieser Staat läuft, die sich mit Steuern beteiligen, damit vor allem Sie von der Ratslinken dieses Geld nachher wieder mit beiden Händen ausgeben können. Wir wollen etwas machen für diejenigen, die arbeiten, Steuern zahlen, die die Kinder auch selber betreuen und sie nicht nur in die Krippe geben und diese fördern wollen. Es wurde von Herrn Ritter gesagt: Dies betrifft knapp eine halbe Million Steuerpflichtige in diesem Land. Das ist nicht nichts: Wir können hier etwas tun, wovon eine halbe Million Menschen profitieren.

Das Argument, es koste den Staat 70 Millionen Franken, verfängt überhaupt nicht. Denn diese 70 Millionen Franken gehören den Bürgerinnen und Bürgern, die gehören den Familien. Das ist Geld, das die Familien selber gebrauchen können, und es ist besser investiert, als wenn wir es hier dem Staat schenken. Es ist die beste Investition, die hier der Ständerat beschlossen hat. Es ist eine vernünftige, sanfte Investition, und zwar für alle Familien in diesem Land und eben nicht nur einseitig, so, wie es die Mehrheit in diesem Rat wohl möchte.

Deshalb bitte ich Sie, den Minderheitsantrag Ritter zu unterstützen, denn das ist eben eine echte Familienpolitik und nicht nur eine einseitige Politik für Besserbetuchte.