Egerszegi-Obrist Christine · Nationalrat · 2002-12-11
Egerszegi-Obrist Christine · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-12-11
Wortprotokoll
Auch hier empfehle ich Ihnen namens der FDP-Fraktion, die Mehrheit zu unterstützen.
Sie haben es gehört: Der Antrag der Minderheit Goll enthält zwei Komponenten. Einerseits fordert er, dass zwingend das preisgünstigste Medikament abgegeben wird; andererseits fordert er, dass nicht das geeignete Medikament, sondern der geeignete Wirkstoff verordnet wird. Die Forderung, dass das preisgünstigste Medikament abgegeben werden müsse, haben wir in letzter Zeit ausgiebig diskutiert. Sie erinnern sich: Die Denner-Initiative hatte das zum Thema. Die Bevölkerung hat mit einer satten Zweidrittelsmehrheit Nein dazu gesagt. Dass der Arzt die Substanz verschreibt, kommt zwar in andern Ländern vor, aber die pharmakologische Ausbildung in der Schweiz wäre hierfür noch nicht gerüstet. Es wäre ein Systemwechsel, den man breit diskutieren müsste. Der Arzt hat heute die Therapiefreiheit. Um Kosten zu sparen, haben wir den Apothekern das Recht gegeben, Generika zu verkaufen, und wir haben dies auch im Heilmittelgesetz verankert.
Ich bitte Sie aus diesen beiden Gründen, den Antrag der Minderheit Goll abzulehnen.