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Andrey Gerhard · Nationalrat · 2021-09-22

Andrey Gerhard · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion · 2021-09-22

Wortprotokoll

Auch dieses Jahr legt Ihnen die Finanzkommission einstimmig nahe, die Immobilienbotschaft EFD 2021 gutzuheissen. Für das kommende Jahr sollen insgesamt 364,3 Millionen Franken gesprochen werden. Diese fasse ich kurz zusammen: Es sind im Rahmen der Verpflichtungskredite der Sportförderung des Bundes 91,8 Millionen Franken für den Ersatzbau des Schwimmsportzentrums in Tenero und 27 Millionen Franken für den Neubau eines Unterkunfts- und Ausbildungsgebäudes in Magglingen vorgesehen. Im Rahmen der Verpflichtungskredite der zivilen Bauten entfallen 14,9 Millionen Franken auf den Agroscope-Ersatzneubau eines Verpflegungs- und Konferenzgebäudes in Posieux, 12,1 Millionen Franken auf einen Ersatzneubau eines Unterkunftsgebäudes in Tenero und 48,5 Millionen Franken auf den Neubau der vierten Etappe der Verwaltungsgebäude in Zollikofen. Weitere Immobilienvorhaben sind mit 170 Millionen Franken veranschlagt.

Nun einige Einzelheiten zu den Projekten: Der Unterkunfts- und Ausbildungsneubau in Magglingen dient als Erweiterung der Spitzensport-RS. Es ist also ein militärisches Gebäude. Das ist auch der Grund, weshalb in Magglingen befindliche Gebäude vom BBL und nicht vom VBS gebaut werden, weil diese eben auf zivilem Grund liegen. Der Baubeginn ist für 2022 und der Bezug für Ende 2024 vorgesehen.

Mit dem Ersatzneubau des Schwimmsportzentrums in Tenero, dem grössten Einzelvorhaben in der Botschaft, sollen die Schwimmsportinfrastruktur und die Garderoben saniert werden. Dabei werden ein Olympiabecken, ein Springbecken, ein Schwimmkanal mit einem Bereich für Leistungsdiagnostik und Analyse, Garderoben, Fitnessräume usw. errichtet. Mitte 2022 wird mit dem Bau begonnen. Der Bezug des Hallenbades ist auf 2025 und die Inbetriebnahme des Aussenbeckens auf 2027 vorgesehen.

Die zuständige Subkommission der Finanzkommission hat ihre Augustsitzung in der Heimat von Subkommissionspräsident Farinelli in Tenero verbringen können, und sie hat vor Ort besichtigen können, wie die Sportinfrastrukturen heute sind und welche geplant werden. In Tenero sind im Sommer jeweils einige zehntausend Jugendliche vor Ort und treffen als Breitensportler und Breitensportlerinnen auf den Spitzensport. Die Kommissionsmitglieder konnten das bei der Begehung der Anlagen auch direkt live miterleben. Der Kommission wurde erklärt, dass gerade die sportlichen Bauten nicht luxuriös gebaut würden. Zur Diskussion hat unter anderem die Umgebungsgestaltung zur Förderung der Biodiversität geführt, welche sich mit angrenzenden Rasenflächen als Herausforderung darstellt.

Nun zu den Verpflichtungskrediten der zivilen Bundesbauten: Der Ersatzneubau des Verpflegungs- und Konferenzgebäudes in Posieux ist ein weiterer Schritt bei der Umsetzung der Standortstrategie Agroscope. Es geht dabei unter anderem um ein Restaurant mit 170 Innen- und 80 Aussenplätzen. Der fünfgeschossige Neubau des Unterkunftsgebäudes in Tenero ersetzt das bestehende Unterkunftsgebäude, welches am Ende seines Lebenszyklus angelangt ist. Der Bau in Tenero beginnt 2022, und die Inbetriebnahme soll 2024 erfolgen. Der Neubau in Zollikofen schliesst mit der vierten Etappe der Verwaltungsgebäude das Unterbringungskonzept ab. Damit werden vermietete Flächen abgegeben werden können. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist bei 100 Prozent. Ein Grossteil des Energiebedarfs zum Heizen und Kühlen wird aus Solarenergie gewonnen. Der Bau soll noch im laufenden Jahr starten und 2025 bezugsbereit sein. Alle Bauten werden nach den Grundsätzen des nachhaltigen Bauens und den Minergie-Standards geplant und errichtet.

Es sei an dieser Stelle an die von beiden Räten überwiesene Kommissionsmotion erinnert, welche von der [PAGE 1808] Bundesverwaltung erwartet, die Covid-19-Erfahrungen zu nutzen, um das Arbeiten beim Bund nachhaltiger zu gestalten. Deshalb erwartet die Kommission, dass keine Überkapazität an Arbeitsflächen zugebaut wird und dass die positiven Aspekte des dezentralen Arbeitens für den Bund umgesetzt werden.

Bei den weiteren Immobilienvorhaben in der Höhe von 170 Millionen Franken handelt es sich um Reparaturen und Unterhaltsarbeiten am Immobilienpark des Bundes mit einem aktuellen Anschaffungswert von rund 7,4 Milliarden Franken.

Der Verpflichtungskredit für das Immobilienprogramm von 364,3 Millionen Franken entspricht in etwa der Grössenordnung der vergangenen Jahre. Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung.