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preparatory:AB 28999

Cavalli Franco · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion · 2002-12-12

Wortprotokoll

Ich bin für einmal mit meinem geschätzten Kollegen Borer einverstanden, selbst wenn ich mich deswegen noch einmal bei meinen Berufskollegen unbeliebt mache. Wir haben aber etwa vor einem Jahr mit ungefähr 180 zu 10 Stimmen, mit einem Stimmenverhältnis ungefähr in dieser Grössenordnung, diese Bedürfnisklausel beschlossen. Jetzt, nach einem Jahr, haben wir einige Erfahrungen damit: ein bisschen positive, ein bisschen negative. Wir müssen zuerst aber einmal zuwarten. Aber nicht nur das: Man muss sich bewusst sein, dass es keinen Sinn macht, immer zu rufen, es gebe zu viele Ärzte. Für den Fall, dass das alles aus dem Ruder läuft, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder führen wir den Numerus clausus ein, oder dann greifen wir auf diese Bedürfnisklausel zurück. Wir sind gegen den Numerus clausus, weil das heissen würde, 15 Jahre im Voraus zu planen, was 15 Jahre später passiert, und das funktioniert nicht. Wenn es dagegen zu Situationen kommt, wie es letztes Jahr der Fall war, kann man diese Massnahme kurzfristig einführen. Diese Massnahme hat schon Wirkungen gezeitigt: Zum Beispiel hat die Zahl der Medizinstudenten dieses Jahr deutlich abgenommen. Sehr bald wird man das wieder aufheben können. So kann man viel schneller und elastischer handeln, als wenn man den Numerus clausus einführt, der erst 15 Jahre später Auswirkungen zeitigen kann.

In diesem Sinne wird unsere Fraktion gegen den Antrag Zäch stimmen.

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