Schneider Meret · Nationalrat · 2021-12-14
Schneider Meret · Nationalrat · Zürich · 2021-12-14
Wortprotokoll
Herzlichen Dank für Ihre Frage. Wenn Sie bei meinem Votum zugehört hätten, dann hätten Sie gehört, dass ich mit keinem Wort den Bauern irgendwelche Schuld zugeschoben habe. Im Gegenteil, ich sehe, wie sich die Landwirtschaft weiterentwickelt, wie sich die Bauern bemühen, wie sie oftmals auch auf Labels umsteigen möchten, die Produkte aber beispielsweise vom Detailhandel nicht abgesetzt werden. Ich sehe die Bemühungen gerade in der Hühnerhaltung bei Bruderhähnen und Zweinutzungsrassen - genau dies möchte die Massentierhaltungs-Initiative weiter befördern. Denn heutzutage müssen wir kommunizieren, was der Mehrwert des Tierwohls ist: Warum müssen die Konsumierenden dieses Fleisch kaufen? Warum ist es eben besser? Wie geht es dem Tier dann tatsächlich? Solange wir solche Proviande-Videos schalten, wie ich sie erwähnt habe, in denen alle Schweizer Tiere im Stroh scharren und auf der Weide picken, glauben die Konsumierenden tatsächlich, dem sei so; und dann sehen sie nicht ein, warum wir die Standards noch höher setzen müssen.
Das Erste, was ich möchte, sind bessere Preise für die Produzierenden in der Schweiz. Und ich möchte - wovon vor allem die Bauern profitieren werden -, dass wir aufhören mit Dumping-Importen. Ich möchte, dass wir aufhören mit dem Import von Produkten von irgendwoher, Poulet aus Brasilien und Entrecote aus Paraguay, wie es jetzt gerade wieder Aktion ist im Coop. Das sind nämlich die grossen Preisdrücker, die den Bauern tatsächlich auch das Leben schwer machen, und damit hören wir mit dieser Initiative einfach einmal auf.