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Amherd Viola · Bundesrat · 2022-03-09

Amherd Viola · Bundesrat · Wallis · 2022-03-09

Wortprotokoll

Spitzensportlerinnen und Spitzensportler leisten nicht nur während ihrer sportlichen Laufbahn Herausragendes, sie sind auch nach Beendigung ihrer Sportkarriere besonders gefordert. Während ihre Altersgenossinnen und -genossen beruflich Karriere machen, investieren sie in ihren sportlichen Werdegang - einen Werdegang, der in den wenigsten Sportarten finanziell einträglich ist. Parallel ist es vielfach kaum möglich, eine berufliche oder akademische Karriere zu verfolgen.

Swiss Olympic und die Sportverbände sind sich dieser Problematik bewusst und unterstützen bereits heute die Athletinnen und Athleten umfassend in den verschiedenen Phasen ihrer sportlichen Karriere. Um den Übergang in das Leben nach dem aktiven Sport zu erleichtern, hat Swiss Olympic ein spezifisches Angebot für Athletinnen und Athleten, das Karrieremanagement, geschaffen. Dieses dient der umfassenden Betreuung und Beratung von Spitzensportlerinnen und -sportlern während und nach ihrer Wettkampfphase. Bis zwei Jahre nach Karriereende ist es kostenlos. Die nationalen Sportverbände lassen ihren Spitzenathletinnen und -athleten während ihrer sportlichen Entwicklung eine umfassende sportmedizinische und sportpsychologische Betreuung zukommen. Diese Dienstleistung ist in den jeweiligen sportmedizinischen Konzepten der Verbände festgehalten und mit privaten Dienstleistenden koordiniert. Swiss Olympic ist für die periodische Prüfung dieser Konzepte verantwortlich und erlässt Minimalvorgaben und Empfehlungen. Daneben stehen den Athletinnen und Athleten auch die Dienstleistungen des schweizerischen Gesundheitssystems offen.

Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Sportlerinnen und Sportler bereits heute zahlreiche Möglichkeiten haben, um bei der Vorbereitung auf das Karriereende sowie bei physischen und psychischen Schwierigkeiten gezielt Unterstützung zu erhalten.

In diesem Sinne bitte ich Sie, die Motion abzulehnen.